Die
Theologie an den Universitäten ist ein schwarzes Loch: Doppelt so viele Dozenten deutschlandweit wie für die Philosophie, aber
gähnend leere Hörsäle. Die Theologen werden vom Staat, nicht den Kirchen, bezahlt, um eine kaum mehr existierende Nachfrage zu bedienen. "Es verwundert, warum eine strukturelle Reduzierung theologischer Fakultäten
von keiner demokratischen Partei, sei es SPD, Grüne oder FDP, bis dato gefordert wurde",
schreibt Ralf Nestmeyer bei
hpd.de. "Die staatliche Finanzierung bekenntnisgebundener Theologie wirkt wie ein
Anachronismus: Der Staat subventioniert indirekt kirchliche Aufgaben und privilegiert eine bestimmte Weltanschauung innerhalb des Wissenschaftssystems. Dass ein Fach, das an
Glaubensvoraussetzungen gebunden ist, zugleich den Status einer Wissenschaft beansprucht, bleibt dabei ein grundlegender Widerspruch."