Aus dem Dänischen von Patrick Zöller. Ein Sommer, ein Herbst und ein Winter. Ein Vorfrühling, der den Tod bringt und doch wieder ein Sommer! Ein Jahr, in dem für Bella nichts so bleibt, wie es war. Statt des gewohnten Sommerurlaubs bekommt Bella eine Stiefmutter vorgesetzt und eine gleichaltrige Stiefschwester, die ganz anders ist als sie selbst. Dieses Andere färbt Bellas Leben - nein, nicht aschenputtelgrau! Es füllt sich mit Lachen und schwebenden Tanzschritten. Bis ein Tag kommt, der Bellas neue und ihre alte Welt in Trümmer schlägt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.08.2011
Kinder sollten an einem Buch wachsen können - davon ist nicht nur die dänische Autorin Bodil Bredsdorff überzeugt, sondern auch Rezensent Tilman Spreckelsen. Aus diesem Grund folge Bredsdorff nicht der für die meisten Verlage geltenden Auflage, dass sich der Stil eines Kinderbuches dem kleinen Leser anpassen sollte, sondern erzähle in "Die Mädchen aus der Villa Sorrento" zwar das Erleben eines Kindes, aber aus der distanzierten, kühlen Sicht einer Erwachsenen. Anders, so der Kritiker, sei die maßlos traurige Geschichte der vorpubertären Bella auch nicht zu schildern: nach dem Tod der Mutter muss sie nicht nur den Tod der neu gewonnenen Stiefschwester verarbeiten, sondern auch den Verlust der inzwischen zum Mutterersatz gewordenen Tante, die von der neuen Frau des Vaters aus dem Haus gedrängt wird. Kinder werden diese Erzählung, in der eine erwachsene Autorin nachvollziehbar von ihrer Kindheit berichtet, schätzen, da ist sich Spreckelsen sicher.
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