Aus dem Koreanischen von Woon-Jung Chei u. Siegfried Schaarschmidt. Ko Un ist einer der bedeutendsten Dichter Koreas. 1933 wurde er als ältester Sohn einer Bauernfamilie in der Provins Chollado im Südwesten der koreanischen Halbinsel geboren. Mit neunzehn trat er in ein zen-buddhistisches Kloster ein und verbrachte dort zehn Jahre. In dieser Zeit begann er Gedichte zu schreiben. 'Die Sterne über dem Land der Väter', 1984 in Korea erschienen, ist Ko Uns erste Buchveröffentlichung in deutscher Sprache.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 13.10.2005
"Man könnte", schreibt Katharina Borchardt, "die Geschichte des modernen Korea und seiner Literatur durchaus als eine Geschichte der Inhaftierung seiner Dichter schreiben." Als Kind von den damaligen Kolonialherren zwangsjapanisiert, war der erwachsene Ko Un (geboren 1933) ein Aktivist des Massenaufstandes gegen die koreanische Militärdiktatur im Jahr 1980; er wurde verhaftet und gefoltert. Die hier versammelten Gedichte, informiert Borchardt, erschienen nach seiner Freilassung und enthalten zum einen wütende Kritik am japanischen Kolonialismus und der Diktatur. Zum anderen sind sie Teil von Ko Uns andauerndem Projekt, "über alle Personen, die ihm in seinem Leben begegnen, ein Gedicht zu schreiben". Moderne Geschichtsschreibung von unten, meint die Rezensentin - aber auch ein Zeugnis des buddhistischen Empathie-Ideals.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…