Stücke und Gedichte 1981-1990: Josef und Maria, Die Bürger, Campiello, Die Minderleister, Tod und Teufel.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.05.2000
In einer Sammelrezension bespricht Franz Haas drei Lesebücher von Turrini: "Ein irrer Traum", "Das Gegenteil ist wahr" und "Zu Hause bin ich nur hier: am Theater". Dabei lobt Haas zunächst die Zusammenstellung der Texte durch die Herausgeber, da durch diese ein hervorragender Einblick in Turrinis "Arbeit als Theaterautor, Dichter und politischer Zwischenrufer" gegeben werde. Inhaltlich bewertet Haas die Texte äußerst unterschiedlich. So begeistert er sich zwar für Turrinis frühe Gedichte, anderes findet er wenig "schmeichelhaft" für den Autoren. Beeindruckend sei aber immer Turrinis Streitbarkeit, sein Engagement für Kunst und Gerechtigkeit. Gerade die Begleittexte, in denen der Autor über "das eigene Kreuz mit Sex, Kunst und Politik" bis hin zu seinem Übergewicht plaudert, findet der Rezensent an dieser Ausgabe besonders "gelungen".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Da hat man den "Erneuerer des sozialen Dramas" einigermaßen komplett.
Sibylle Wirsing bespricht alle drei Lesebücher von Turrini - "Ein irrer
Traum" (Lesebuch 1), "Das Gegenteil ist wahr" (Lesebuch 2), "Zu Hause
bin ich nur hier: am Theater" (Lesebuch 3) - und nutzt ihre Kritik, um
Turrinis Weg und Wirkung noch einmal zu skizzieren, und ihn in die
österreichische Theaterlandschaft einzuordnen. Wie sehr er Claus Peymann
am Burgtheater vermisst, zeigt Wirsing dabei schon durch den Titel des
letzten hier aufgenommen Stücks: "Tod, Auferstehung und Verklärung des
Claus Peymann". Mit Sympathie schildert Wirsing Turrinis nie ermüdende
Solidarität mit den Randständigen und Ausgebeuteten der österreichischen
Gesellschaft. Dass Turrini dabei an einem klassischen Linkssein
festhält und sich mit dem Kommunismus nicht auseinandersetzen will,
stört Wirsing nicht - denn zum Glück siege bei Turrini dann doch die
Liebe zum Theater über die Ideologie.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…