Aus dem Isländischen von Benedikt Garabinski. "Die Rollen und ihre Darsteller" ist ein weiterer Roman um den jungen Andri Haraldsson, der im Island der 50er und 60er Jahre aufwächst. Inzwischen 19 Jahre alt, ist er fest entschlossen, Schriftsteller zu werden. Aber wie macht man das, wenn man dauernd Halldór Laxness und Ernest Hemingway vor Augen hat? Und auch noch unsterblich verliebt ist? Auf der Suche nach der allumfassenden Inspiration fährt Andri nach Paris.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.07.2013
Aldo Keel liest den nun auf Deutsch vorliegenden dritten Teil von Pétur Gunnarssons Roman-Tetralogie wie eine Zeitreise ins Jahr 1968, als Literatur auf Island die Leitwährung war, der Übervater Halldor Laxness "regierte" und ein junger Mensch, wie eben der Held der Geschichte, lieber Autor als Rockstar werden wollte. Potenziellen Lesern erklärt Keel, dass sie das Buch auch ohne Kenntnis der weiteren Teile lesen können, da die isländischen Verhältnisse bekanntlich überschaubar sind und der Autor mit wenigen Worten eine Menge zu erzählen vermag.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…