Rachel Cusk

Das Leben der M

Roman
Cover: Das Leben der M
Suhrkamp Verlag, Berlin 2026
ISBN 9783518433300
Gebunden, 175 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Eva Bonné. M ist Schauspielerin, eine globale Ikone und existiert längst öffentlich in unendlich vielen Bildern - in Rollen, Szenen, den Erinnerungen anderer. Das eigene Leben hingegen bleibt ihr die fremdeste Rolle. Zwischen ihr und der Erzählerin entspinnt sich ein faszinierendes Gespräch: über Sichtbarkeit und Rückzug, über die Zumutungen fremder Blicke und die Arbeit am Selbst. Während M sich als Material im Werk anderer begreift, misstraut die Erzählerin dem Film als Flucht in andere Leben. Aber zugleich sind sie beide damit beschäftigt, sich eine Identität zu entwerfen - aus Fragmenten, Projektionen, Verlusten. Mit jeweils dramatischen Folgen.Wer oder was spricht da eigentlich, wenn wir sprechen? Und wie sehr verkörpern wir immer schon eine Fiktion, spielen eine Rolle?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 03.09.2026

Während alle Welt sich den Kopf darüber zerbricht, ob hinter M., der Protagonistin in Rachel Cusks neuem Roman, die Schauspielerin Nathalie Portman steckt, meint Rezensentin Judith von Sternburg: Who cares?! Ja, es gibt zahlreiche Hinweise darauf, aber das ist doch gerade der Coup dieses rätselhaften Buches, das, wäre es Portmans Geschichte übrigens ziemlich langweilig wäre, klärt Sternburg auf. Ist es aber nicht, im Gegenteil, denn in M., der wir in knappen, lose verbundenen Abschnitten dabei folgen, wie sie sich in ihren "Routinen von Spiel, Versteck und Kontrolle" einrichtet, spiegeln wir uns stets selbst, fährt die Kritikerin fort. Dass man sich während der Lektüre des Buches, das laut Kritikerin weniger Roman denn Essay über Schein und Sein ist, gelegentlich verläuft, macht gar nichts, findet Sternburg: So präzise ist über das "Unbehagen an der Wirklichkeit" lange nicht geschrieben worden, schließt sie.

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