Waren die höheren, akademisch gebildeten Beamten in der Weimarer Republik staatstragend? Welche Rolle spielten sie im sozialen, gesellschaftlichen und politischen Gefüge? Welche Bedeutung kam dieser wichtigsten Gruppe des deutschen Bildungsbürgertums bei der nationalsozialistischen Machtübernahme zu? Rainer Fattmann zeichnet ihr soziales, ökonomisches und ideologisch-politisches Profil. Ein Beitrag zum Verständnis der Erfolgsbedingungen für die nationalsozialistische Machtübernahme.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.02.2002
Sehr "eindrücklich" beschreibt Rainer Fattmann in der vorliegenden Studie den Prozess der zunehmenden Auflösung des deutschen Bildungsbürgertums vom Ende des Kaiserreichs bis zum Beginn des Dritten Reichs, lobt Hans Mommsen. Der Rezensent sieht den besonderen Wert dieser Untersuchung im Vergleich zu anderen neueren Arbeiten darin gegeben, dass der Autor Beamtenpolitik unter sozial- und organisationsgeschichtlichen Aspekten betrachte. Dabei werde deutlich, so Mommsen, dass das höhere Beamtentum, ungefähr 100.000 Lehrer, Pfarrer, Richter, Staatsanwälte und höhere Verwaltungsjuristen, während der Weimarer Republik starken Stellenkürzungen und finanziellen Einbußen ausgesetzt war, was bei vielen einen Rechtsruck bewirkte. Prägnant herausgearbeitet habe Fattmann überdies, dass die avantgardistischen Strömungen der "Goldenen Zwanziger" an den auf Bürgerlichkeit und standesgemäßem Lebensstil beharrenden Beamten vorbeizog. Insgesamt, schreibt Mommsen, habe der Autor eine "verdienstvolle" Untersuchung nicht nur über die soziale und finanzielle Lage dieser Bildungselite vorgelegt, sondern darüber hinaus den Blick auf zahlreiche Strukturprobleme der jungen Republik gelenkt, die letztlich mit zu ihrem Scheitern beitrugen.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…