Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit limitiertem verstecktem Farbschnitt und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus. Millionen wollen sein wie sie.Doch ihr Leben ist eine gefährliche Lüge.In der Luxussiedlung Sancta Familia in Florida hat Lea endlich, wonach sie sich immer gesehnt hat: ein sicheres Zuhause, eine Tochter, die sie über alles liebt, und einen Mann, der sie auf Händen trägt. Für ihr schillerndes Leben wird sie online von Millionen gefeiert - nur ihre Schwester Paula misstraut der makellosen Inszenierung. Als Lea plötzlich verstummt, reist Paula besorgt von Deutschland nach Florida. Doch in der Sancta Familia ist ihre Schwester nicht. Ihr Mann behauptet, sie sei in einem Retreat. Aber warum gibt es kein Lebenszeichen? Je tiefer Paula in die scheinbar heile Welt der Siedlung eindringt, desto sichtbarer werden die Risse: Strenge Regeln erfordern bedingungslosen Gehorsam. Und Frauen, die sich widersetzen, verschwinden ...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.09.2026
Von der Buchästhetik her erinnert Vera Bucks Roman die Rezensentin Sylvia Staude mit dem Farbschnitt an Dark-Romance-Bücher, und dark wird es in dieser Geschichte um zwei Schwestern auch. Paula ist Unternehmensberaterin, ihre kleine Schwester Lea hat eine Tochter mit einem charismatischen Mann und lebt in einer gestriegelten Siedlung, "in der selbst die akkurat gestutzten Grashalme strammstehen", sie verdient ihr Geld als Tradwife-Influencerin, wie Staude verrät. Plötzlich hört sie auf, täglich Videos zu posten, ihre Schwester, die auch die Ich-Erzählerin ist, begibt sich auf die Suche zu ihr, lesen wir. Ihr Mann Matt behauptet, sie sei in einem Retreat, in der sie nicht auf ihr Handy zugreifen dürfe. Für die Kritikerin entspinnt sich hier eine "fein geschichtete" Thrillerhandlung, in der Paula immer mehr herausfindet, wie sich ihre Schwester in eine ziemlich unterdrückte Lage mit einem gewalttätigen Ehemann manövriert hat: Ein Leben, von dessen "traditionellen" Aspekten sie aber bereitwillig Videos dreht. Die ausführliche Recherche über Tradwives, die zwar Einfachheit predigen, mit ihren ausgiebigen Inszenierungsstrategien im Internet aber etwas ganz anderes leben, merkt Staude dem Buch an, wie sie zufrieden schließt.
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