Aus dem Französischen übersetzt und herausgegeben von Wolfgang Tschöke.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.04.2002
Das Buch war anonym erschienen, bald in halb Europa verboten (nicht jedoch in Preußen) und dennoch ein Riesenerfolg, mit 48 Ausgaben 1789. Ein philosophischer Text im Gewand der Erzählung, ein tiefschwarzer Blick auf die Welt, in dem manches surreale Übertreibung ist, anderes die schlichte Wahrheit: das war der 1759 erstmals erschienene Candide Voltaires. Eher unbeachtet geblieben ist, wie Ursula Pia Jauch meint, dass man auch Interessantes über das deutsch-französische Verhältnis erfährt. Kein Wunder, dass Gottsched bei Erscheinen der ersten deutschen Übersetzung 1761 den "Generalverriss" des Buches in Deutschland anführte. Die neue Ausgabe nun ist auch neu übersetzt und zwar von Wolfgang Tschöke, und zwar mit, wie die Rezensentin formuliert, "instruierter Feder". Schön findet sie auch, dass die bisher als Baron von Donnerstrauch bekannte Figur nun wieder, wie im sperrigeren Original, als Baron von Thunder-ten-tronckh auftreten darf.
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