Andreas Fanizadeh beleuchtet in der taz ein Kapitel im Leben Michel Foucaults, das bis heute von vielen Linken ausgeklammert wird: Seine Unterstützung und Faszination für die iranische Revolution. Er folgte den Narrativen religiöser iranischer Nationalisten, erinnert Fanizadeh, die Ayatollah Chomeini den Weg zur Macht ebneten. Heute noch liest Fanizadeh mit Verblüffung, was Foucault nach seinen beiden Reisen in den Iran veröffentlichte. In einem am 1. Oktober 1978 im Corriere della Sera veröffentlichten Artikel schrieb Foucault, wie Fanizadeh zitiert: "Der Schah 'träumt den überholten Traum, sein Land durch Säkularisierung und Industrialisierung zu öffnen'. 'Archaisch' sei, so Foucault, 'heute sein Modernisierungsprojekt', und nicht etwa die Predigten seiner Kontrahenten, der bärtigen Männer mit den Turbanen. Denn, so Foucault in einem weiteren Artikel vom 22. Oktober 1978, 'unter einem 'islamischen Staat' versteht niemand im Iran ein politisches Regime, in dem der Klerus die Leitung übernähme oder den Rahmen setzte.' Die im Koran formulierten Regeln interpretiert Foucault als vom Volke ausgehend, vergleichbar den 'Grundformeln der bürgerlichen oder revolutionären Demokratie' Europas des 18. Jahrhunderts. Mehr noch, wie sich Foucault von einem fiktiven Gesprächspartner versichern lässt: 'Der Koran hat sie ('die Grundformeln') schon lange vor euren Philosophen formuliert, und auch wenn der christliche und industrielle Westen ihren Sinn vergessen hat, wird der Islam an ihrer Bedeutung festhalten und sie zur Wirkung kommen lassen.'"
Wann will man darüber nachdenken, was eigentlich das Allgemeinwohl ist, wenn nicht jetzt, kurz bevor möglicherweise die AfD übernimmt, fragt der Schauspieler Edgar Selge in der SZ und schlägt einen Runden Tisch vor: "Bevor man über einen neuen, hochriskanten Versuch eines AfD-Verbots nachdenkt, sollten die demokratischen Parteien ihre Argumente, die zu einem Verbot führen könnten, miteinander vergleichen. Und sie sollten dies öffentlichtun, also mit dem Souverän dieses Staates, mit uns, darüber kommunizieren. Nicht über die Gefahren des Scheiterns eines Verbotsantrags sollten sie als Erstes sprechen, sondern über die Gründe, warum diese rechtsradikale Partei in ihrem gegenwärtigen Zustand auf einem Wahlzettel der Bundesrepublik nichts verloren hat. Wir alle wollen wahrgenommen werden in unseren Ängsten vor elementaren erdrutschartigen Veränderungen, die auf uns zukommen. Nicht nur die Wähler am rechten Rand sind auf der Suche nach Teilhabe an der Macht, was, für sich genommen, sehr berechtigt ist. Auch diejenigen, die ohne den Atem der Demokratie nicht leben wollen, suchen nach deutlicherer Mitwirkung am öffentlichen Geschehen und erwarten deshalb mehr Rechenschaft unserer politischen Repräsentanten aus allen Parteien."
In der Welt ist Henryk M. Broder - anders als Charlotte Knobloch - gegen ein AfD-Verbot: "Die AfD mag ein Wolf im Schafspelz sein. Man muss ihr allerdings zugutehalten, dass sie bis jetzt nicht angekündigt hat, im Falle einer geglückten 'Machtergreifung' ein benachbartes Land zu überfallen, ein Volk zu vernichten, einen 'Eintopfsonntag' einzuführen und den Geburtstag von Björn Höcke zum nationalen Feiertag zu erklären."
In der FAZ wundert sich der Rechtsphilosoph Uwe Volkmann, wie wenig die Befürworter eines AfD-Verbotsverfahrens über die Folgen eines Sieges nachdenken. Die wären beträchtlich - auch für die Demokratie: "Legt man die bisherige, wenngleich nun auch schon ältere Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und die darauf basierenden Regelungen in den Wahlgesetzen zugrunde, verlören alle Abgeordneten der AfD mit Ausspruch des Verbots automatisch ihre Mandate darin. Die über ihre Landesliste besetzten Plätze blieben unbesetzt, für die direkt gewählten Abgeordneten müssten Nachwahlen stattfinden. Unabhängig von deren Ausgang spiegelten die Parlamente von einem Tag auf den anderen nicht mehr die real bestehenden Mehrheitsverhältnisse, und oft ergäben sich auch ganz neue. Im Bund etwa verfügten, nimmt man den jetzigen Bundestag als Maßstab, CDU/CSU mit 206 und die SPD mit 120 Sitzen nach dem Wegfall der AfD plötzlich über eine Zweidrittelmehrheit, mit deren Hilfe sie die Verfassung ändern könnten..." Und noch ein Probleme gebe es: Nicht verschwinden werde mit einem Verbot das Repräsentationsdefizit, das viele Bürger empfänden, die sich "mit dem, was sie politisch für richtig halten, im bisherigen Parteienspektrum nicht vertreten fühlten". Es werde im Gegenteil wachsen.
Vertritt die AfD linke Positionen? Jain, meint der HistorikerVolker Weiß in der SZ. Auf dem Papier wirken die sozialpolitischen Maßnahmen der AfD und ihre DDR-Folklore wie ein Ruf nach mehr Sozialmaßnahmen - aber ohne die Gleichheit der Bürger, sondern ihre Unterordnung zu fordern. "Die AfD beutet eine Fehlerinnerung aus, in dem sie Isolation, Konformitätsdruck und Improvisationsgeist einer Mangelgesellschaft zu Kennzeichen einer intakten Gemeinschaft umdeutet. Diese Sehnsucht nach einer überschaubaren Ordnung hat mit dem Gedanken einer Gleichwertigkeit über soziale, ethnische oder Geschlechterdifferenzen hinweg nichts zu tun. Das bedeutet auch, dass sozialpolitische Impulse als Kriterium zur Unterscheidung von rechts und links wenig taugen, solange sie nicht mit dem Gedanken gleichberechtigter Partizipation einhergehen."
Erleben wir gerade einen "Kalten Krieg II", eine Großmächterivalität wie vor 1914, ein Großmächtekonzert wie nach dem Wiener Kongress oder ist unsere Situation vergleichbar mit der weltpolitischen Lage in den 1930er Jahren? Historische Analogien zu ziehen ist natürlich, aber sie "haben auch ihre Tücken" warnen die Historiker Dominik Geppert, Andreas Rödder und Claudia Weber in der FAZ, vor allem, wenn sie politische Interessen fördern und beispielsweise "die Grenzen zwischen rechter Mitte und Rechtsradikalismus ... bewusst verwischt" sollen. Die Geschichtswissenschaft "offeriert Möglichkeiten, Optionen und Denkräume für Szenarien in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft - auch für den Gang der Dinge in Deutschland. Eine Möglichkeit ist, um den neuralgischsten Fall zu nennen, dass die Regierungsbeteiligungeiner rechtsextremen, die nationale Revolution ausrufenden Partei in die Diktatur führt wie 1933. Ein anderes Szenario ist die bundesdeutsche Erfahrung der 1980er Jahre, als ursprünglich in Teilen systemoppositionelle Grün-Alternative sich in das politische System der Bundesrepublik integrierten. Eine dritte Option läuft darauf hinaus, dass reformunfähigen Systemen die Auflösung droht wie 1989/90." Nichts davon ist unausweichlich, wir müssen schon selbst entscheiden, meinen die drei.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Marko Martinbespricht in der Jüdischen Allgemeinen die gesammelten Essays von Richard Herzinger, die Perlentaucher Thierry Chervel nach dem plötzlichen Tod Herzingers herausgegeben hat. Darin finden sich bei weitem nicht nur Texte, die Herzinger im Perlentaucher veröffentlicht hat, sondern auch "kristalline Analysen" Herzingers bereits aus den Neunzigern. Dabei hatte Herzinger "bereits in den neunziger Jahren ein feines Sensorium dafür, wie das antiwestliche Ressentiment, das in der sogenannten kritisch-loyalen DDR-Literatur bei Heiner Müller, Christa Wolf und Volker Braun waberte, anschlussfähig war für die Homogenitäts-Obsessionen der Neuen Rechten. Oder wie sich im Schweigen maßgeblicher Intellektueller zu den serbischen Massenverbrechen in Bosnien nicht etwa ein modester Pazifismus zeigte, sondern ein 'politisch-moralisch indifferenter Nationalegoismus', der durchaus Prägungen durch die nazistischen Vorfahren mitschleppte - im Zweifelsfall für die Täter."
Weitere Artikel: In der FRrollt Eliaz Feroz die Geschichte einer bisher wenig bekannten polnischen Widerstandsgruppe gegen den NS in Innsbruck auf.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Ist Wokeismus neu? Helmut Lethen habe sich mit seinem berühmten Buch "Verhaltenslehren der Kälte" gegen "den Kult der Betroffenheit" wenden wollen, der in den Achtzigern herrschte, erinnert Christian Geyer im FAZ-Nachruf auf den Kulturwissenschaftler. "Lethens Vorstoß gegen solche Empfindsamkeit war kalkuliert und nahm das Risiko hin, als Autor von überkommener Heroizität und Härte rezipiert zu werden. Er selbst wies solche Deutungen als Fehllektüre zurück, zumal wenn sie wortmagisch dem Bedeutungsfeld des Faschistischen angenähert wurden." In der FR schreibt Harry Nutt den Nachruf, in der SZ Thomas Steinfeld. Weitere Nachrufe bereits hier.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Der Germanist und Kulturwissenschaftler Helmut Lethen ist gestorben, meldet das FAZ.Net mit dpa: "Als sein wichtigstes Werk galt 'Verhaltenslehren der Kälte - Lebensversuche zwischen den Kriegen'. Am Beispiel von Autoren wie Bertolt Brecht, Ernst Jünger oder Helmuth Plessner zeigte Lethen darin, wie in der Weimarer Republik und der Zwischenkriegszeit, als nach dem Ersten Weltkrieg Moral und Traditionen zusammengebrochen waren, Verhaltenslehren propagiert wurden, die auf einen Habitus der Härte setzten."
"Das Buch von 1994 war ein Werk der Reife, Lethen, damals in Utrecht lehrend, schon 55", erinnert Mladen Gladic in der Welt. "In den Niederlanden hatte es ihn auch gehalten, weil sein Aktivismus der 1970er Jahre befürchten ließ, mit einer Verbeamtung in Deutschland könne es schwer werden. Im Januar 1969 war er dabei, als die 'Ad-hoc-Gruppe Germanistik', beseelt vom 'Furor des Gleichmachens', wie Lethen später zugab, Peter Szondis Institut an der FU Berlin verwüstete. Szondi würde ihn später trotzdem für eine Professur in Bremen vorschlagen." Letztes Jahr legte er noch sein Buch "Stoische Gangarten" vor. In der Zeit schreibt Alexander Cammann.
Außerdem: Für die FAZ liest Rechtsprofessor Milos Vec die Kriegstagebücher Carl Schmitts.
In der tazwarntAndreas Petrik, Professor für Politikdidaktik, vor linker Gewaltromantik - auch wenn er die Gleichstellung von linker mit rechter Gewalt ablehnt: "Die doppelte Brandmauer ist kein Hufeisen. Linksextreme Gleichheitsutopien jenseits von Stalinismus haben Schnittmengen mit Demokratie und Grundgesetz; rechtsextreme Ungleichwertigkeitsvorstellungen nie, selbst wenn sie gewaltfrei bleiben", meint er. Dennoch gebe es kein Recht auf Gewalt in einer Demokratie: Die sei "erst dort legitimierbar, wo demokratische Strukturen systematisch beseitigt werden und andere Abhilfe nicht mehr möglich ist. Solange demokratische Institutionen noch tragen, bedeutet politische Gewalt fast immer, dass eine Minderheit sich über den Mehrheitswillen hinwegsetzt. Sie produziert so keine Aufklärung, sondern die sektenartige Selbstbestätigung einer Avantgarde des objektiven Interesses. So verliert sie den Anschluss an die Gesellschaft, die sie aus guten Gründen verändern will."
Auch erstaunlich: Nicht jeder rechtsextreme Vordenker kriegt in der FAZ einen Feuilletonaufmacher zum Achtzigsten, wie heute Renaud Camus. Camus hat mit seiner Idee des "großen Austauschs" eine Globalisierung des Rechtsextremismus ermöglicht, der vorher in seinen nationalistischen Ausprägungen kaum anschlussfähig war. FAZ-Autor Simon Strauß geht aber weder hierauf ein, noch auf die antisemitische Spitze dieses Diskurses, der auch bei der AfD sehr erfolgreich ist. Über Camus' Wirkung in Frankreich schreibt Strauß: "Während politische Unternehmerfiguren wie Eric Zemmour sich klar zu Camus bekennen und seine Idee vom 'grand remplacement' popularisiert haben, hat Marine Le Pen selbst den Begriff des 'Großen Austauschs' als 'verschwörungstheoretisch' abgetan. Vielleicht auch, weil sie sich über eine Stelle in Michel Houellebecqs Roman 'Unterwerfung' geärgert hat, in der Renaud Camus einen kurzen Gastauftritt als ein ihr intellektuell überlegener Redenschreiber hat. Ihre Nichte Marion Maréchal nutzt den Begriff hingegen ostentativ, ähnlich wie Jordan Bardella, der von der Umvolkung in seinen Reden als 'einer Realität' spricht."
Ebenfalls in der FAZ legt der Historiker Caspar Hirschi einen Essay über das "verrückte Genie" vor, früher eher ein Pop-Phänomen, das nur heute leider an den Schalthebeln der Macht sitzt.
Vor seiner Tat gewandete sich der Berliner CSD-Attentäter Abdul Ballout für sein Bekennervideo in schwarz und bekannte sich damit zur Ästhetik des Islamischen Staates, die Pop und Terror verbindet und eindeutig an den Faschismus anknüpft, anaylsiert der Journalist Volker Breidecker im Textor-Blog: "Mit Blick auf die Schwarzen Legionäre des IS wiederum lohnt ein historischer Rekurs: Die Heroenzeit schwarzer Korps fiel in die Moderne des frühen 20. Jahrhunderts. Die Spuren lassen sich präzise zurückverfolgen zu den schwarzuniformierten Arditi, den italienischen Elite-Sturmtruppen des Ersten Weltkriegs. Als Freischärler und paramilitärische Freikorps zogen deren viele nach Kriegende, ähnlich wie in Deutschland, terrorisierend und marodierend weiter durch die Lande. Auf der dalmatinischen Expedition der Arditi von 1918/19 tauchte erstmals auch das Wort 'Avantgarde' (vanguardia) auf, formuliert unter dem 'Duft der heiligen Idealität des Krieges' durch den Kommandanten Mario Carli. Weitergegeben wurde der Begriff, außer an die Futuristen um Filippo Tommaso Marinetti, an Mussolinis faschistische Schlägertrupps, die auch als 'Schwarzhemden' bezeichneten Squadristi, und ihre deutschen Nachahmer von SA und SS."
"Zionistischzu sein, bedeutet nicht, die israelische Regierung zu unterstützen", stellt der Politik- und Religionswissenschaftler Monty Ott, der nach einer linken Deutung sucht, auf der Medienseite der FAZ klar. "In einer Welt, in der Massaker an Juden verübt werden, ist ein jüdischer Staat unverzichtbar. Doch es gilt zu verhindern, dass der 'revolutionäre Aspekt', dass das emanzipatorische Potenzial verloren geht. Und hier gehen die Meinungen in den zionistischen Bewegungen weit auseinander." Die einen träumten von "jüdischer Stärke" und Vorherrschaft, die anderen, Ott nennt sie "progressive Zionisten", denken über die Verantwortung nach, die mit einem jüdischen Staat einhergeht: "Verantwortung zu übernehmen heißt, sich kritisch mit den Verhältnissen auseinanderzusetzen - ohne in paternalistische Haltungen gegenüber Palästinensern und Israelis zu verfallen, sondern nach Wegen zu suchen, wie jüdische Sicherheit und palästinensische Selbstbestimmung zusammengebracht werden können."
Bestellen Sie bei eichendorff21!Im großen Interview im Tagesspiegel, ursprünglich erschienen im Handelsblatt, unterhalten sich Hans-Jürgen Jakobs und Sven Prange mit Peter Sloterdijk über sein im Frühjahr erschienenes Buch, Donald Trump, die Apokalypse und KI: "Eine meiner Thesen lautet, dass die KI bei uns ja schon seit dem 18. Jahrhundert regiert. Man hat sie damals nur anders benannt: Bürokratie. Alexis de Tocqueville verdankt man den Nachweis, dass die bürgerliche Revolution lediglich die Tendenz des alten Staates vollendet hat, sich selbst allgegenwärtig zu machen. Nach der Revolution konnte er um ein Vielfaches besser durchgreifen als zuvor, er war nun bis hinunter ins kleinste Dorf präsent. Plötzlich waren die Polizei und die Steuerbehörden überall um die Ecke. Die ältere KI regierte im Modus von staatlichen Institutionen. Über dieser Basis stocken wir eine weitere Stufe auf. Und plötzlich sehen wir uns selbst und unsere Seelen im Spiegel und fühlen uns anfangs nicht recht wohl. Irgendwann lesen wir einen KI-generierten Entwurf, den ein Computer im Nu ausspuckt, und geben zu: 'Das könnte fast von mir selbst stammen.'"
Auf den Geisteswissenschaftenseiten der FAZ schreibt Mathias Meyer über die Philosophie der Kunst, die Albert Camus beim Nachdenken über die Todesstrafe entwickelte. Die Todesstrafe setze für Camus "absolute Wahrheit" voraus, über die niemand verfüge. Das habe Folgen auch für die Kunst: "Anders als der religiöse oder politische Prophet kann der Künstler gerade kein unbedingtes Urteil abgeben, denn dann würde er 'ohne Abstufung die Wirklichkeit in Gut und Böse aufteilen', wie Camus 1959 in Uppsala sagte. Der Künstler ist nicht Richter, sondern Rechtfertiger, 'der unermüdliche Fürsprecher des lebendigen Geschöpfes, eben weil es lebendig ist'. Er ist 'Zeuge des Fleisches, nicht des Gesetzes', und damit auch der Verletzlichkeit, der Schmerzfähigkeit des Menschen, weshalb der Schritt zum Mitleid naheliegt." Entsprechend gebe sich Camus literarisches Werk "als eine Poetik der offenen Relativität zu erkennen, die sich mit der Kraft der Verstörung gegen ideologische Fixierungen wendet".
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