Aus dem Englischen von Conny Lösch. Januar 1973: Mitten in Glasgow erschießt am helllichten Tag ein Jugendlicher auf offener Straße eine junge Frau, bevor er sich selbst eine Kugel in den Kopf jagt. Detective Harry McCoy, dem der Mord am Tag zuvor im Gefängnis von einem psychotischen Gefangenen angekündigt wurde, steht vor einem Rätsel. Zumal der Gefangene selbst um die Ecke gebracht wird. McCoy nutzt seine alten Verbindungen zu Glasgows Unterwelt, um in den Ermittlungen voranzukommen, legt sich dabei aber schnell mit den Dunlops an, der mächtigsten Familie der Stadt. Und auch sein Boss pfeift ihn zurück. Aber McCoy lässt sich nicht beirren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.09.2018
Mit gutmütigem Spott beobachtet Hannes Hintermeier das Unterfangen der Schotten, sich durch Unterhaken zur "Krimiweltmacht" aufzuschwingen: Kaum veröffentlicht einer von ihnen einen neuen Roman, stehen die anderen für Lobeshymnen bereit. So auch bei Alan Parks. Zwar gibt Hintermeier zu, dass der 54-jährige Debütant seine Sache nicht schlecht macht, wenn er das heruntergekommene Glasgow des Jahres 1973 heraufbeschwört, in dem die abscheulichsten Verbrechen natürlich in die Spitzen der Gesellschaft führen. Doch gänzlich überzeugt ist er nicht: Zu gestanzt erscheinen Hintermeier die Tableaus, und zu genussvoll ausgebreitet die Szenen körperlicher und seelischer Gewalt.
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