Alfred Kohler

Ferdinand I.

1503-1564. Fürst, König und Kaiser
Cover: Ferdinand I.
C.H. Beck Verlag, München 2003
ISBN 9783406502781
Gebunden, 377 Seiten, 16,40 EUR

Klappentext

Alfred Kohlers Biographie macht deutlich, dass Ferdinand I. (1503 - 1564) , der lange Zeit im Schatten seines Bruders Karl V. stand, die Entwicklung im gesamten Heiligen Römischen Reich und damit auch in Deutschland entscheidend mitprägte und gestaltete. Ferdinand I. gehört zu den Begründern der späteren Donaumonarchie und damit zu den wichtigsten habsburgischen Herrschern der Neuzeit.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.06.2003

Alfred Kohlers Biografie "Ferdinand I. 1503" hat Rezensent Eric-Oliver Mader gut gefallen. Durchaus "kurzweilig" und "auf dem Stand der Forschung" vermittele der Wiener Historiker Ferdinands Bedeutung einer breiteren Öffentlichkeit, lobt Mader. Während Ferdinand in der älteren Biografik seine Konturen stets im Vergleich mit seinem mächtigeren Bruder Karl V. gewonnen habe, rückt Kohler den leutseligen Ferdinand als eigenständige Persönlichkeit in den Vordergrund, notiert Mader. Anders als die ältere austrophile Forschung hebe Kohler insbesondere den Europäer Ferdinand hervor und verleihe ihm ein eigenes politisches Profil. Mit Kohlers positiver Neubewertung der politischen Rolle Ferdinands I. verblasst zu Maders Bedauern allerdings auch ein wenig seine Person.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.03.2003

Ein neues "Ferdinand-Bild" sei zwar von dieser Biografie nicht zu erwarten, schreibt Gerrit Walther in seiner Besprechung. Dass der jüngere Bruder Karls V. hier eher "hinter den von ihm betriebenen diplomatischen Bemühungen" verschwinde, könnte jedoch immerhin belegen, dass dies eben "tatsächlich die passende Perspektive auf diesen Politiker" sei. Schon der Historiker Ranke habe ihn ja als "phlegmatisch, langsam, ernsthaft mit Jedermann, streng und stille" beschrieben. Entsprechend sei Ferdinand heute "weitgehend unbekannt". Weshalb der Rezensent es auch gut findet, dass mit dieser Biografie nun "einer der besten Kenner Karls V.", der Wiener Frühneuzeithistoriker Kohler, sich an einer "Rehabilitierung" Ferdinands versucht habe. Der Wert dieser Biografie für die Forschung scheint für den Rezensenten wohl allein dadurch getrübt werden zu können, dass Kohler "sich kaum auf eigene Forschungen" stütze, und "meist nur die Literatur" resümiere.

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