Die unglaubliche, aber wahre Geschichte über einen mittellosen Jungen aus dem Trailerpark, der eines Tages erfährt, dass sein ihm unbekannter Vater ein Genie ist, und sich auf die Suche nach ihm macht das Abenteuer seines Lebens.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.12.2011
Rainer Moritz kann in Benedict Wells, der in seinem Roman die bereits vor zehn Jahren durch deutsche und englische Gazetten gegangene Geschichte von der 1980 vom Eugeniker Robert Klark Graham gegründeten Hochbegabten-Samenbank verarbeitet, beim besten Willen kein "Ausnahmetalent" entdecken. Es erschließt sich ihm nicht, warum der Autor derartig gefeiert wird, denn sein als Roadmovie konstruierte Geschichte des vaterlosen Francis, der sich mit zwei anderen aufmacht, seine Wurzeln in eben dieser Samenbank zu entdecken, leidet in seinen Augen vor allem unter einem eklatanten Mangel an sprachlicher Ambition. Das ist, auch wenn alles in allem "süffig und flott" erzählt wird, kaum auszuhalten, beklagt sich der Rezensent, der sich über sprachliche Klischees und die Unfähigkeit des Autors, die Gefühle und Gedanken seiner Protagonisten adäquat zu schildern, ärgert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2011
Enttäuscht legt Sandra Kerschbaumer den neuen Roman von Benedict Wells beiseite. Die Erwartungen waren aber auch groß nach Wells' Debüterfolg "Becks letzter Sommer". Nun muss sich Kerschbaumer mit einem wenig plastischen Coming-of-age-Roadmovie durch die USA abgeben, das zwar auf einer guten Idee basiert (Loser entdeckt seine Herkunft und seine genialen Gene), das der Autor jedoch nicht in den Griff bekommt, wie sie feststellen muss. Woran das junge Personal so leidet, erreicht Kerschbaumers Sinne eher als Abzählreim, denn als Empfindung, und von New York bis Las Vegas bietet die Kulisse nur erwartbar Kulissenhaftes, nichts Atmosphärisches. Schade, findet Kerschbaumer.
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