Aus dem Amerikanischen von von Violeta Topalova. Vom Dilemma, ein Fan zu sein. Woody Allen, Pablo Picasso, Michael Jackson - sie alle haben Großartiges geschaffen, und ihnen allen wurde vorgeworfen, etwas Schreckliches getan oder gesagt zu haben. Wie können wir mit diesem Wissen dennoch ihre Werke lieben? Dürfen wir sie noch lieben? Und lassen sich unser Sinn für Moral und unsere Liebe zur Kunst überhaupt ins Gleichgewicht bringen? Klug, tiefgründig und äußerst scharfsinnig setzt sich Claire Dederer in diesem Buch mit der Frage auseinander, ob und wie wir Künstler*innen von ihrer Kunst trennen können, und trifft damit den Kern einer hochaktuellen Diskussion.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2023
Als ambivalent beschreibt Kritikerin Kira Kramer die Herangehensweise Claire Dederers an die Frage, ob man Kunst und Künstler voneinander trennen kann: 13 verschiedenen Fällen von Woody Allen bis J.K. Rowling widmet sie sich nicht mit einem objektiven Fragenkatalog, sondern bewusst subjektiv. So macht sie es weder sich noch dem Lesepublikum leicht, wie Kramer einräumt, die die Gedanken der Autorin aber äußerst klug und bedenkenswert findet, gerade weil sie die Unabgeschlossenheit und Unabschließbarkeit des ganzen Themenkomplexes betonen. Auch die Reflexion über den Geniebegriff lohnen die Lektüre, schließt die Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 24.11.2023
Einer interessanten Fragestellung widmet sich die amerikanische Kritikerin Claire Dederer in ihrem aktuellen Buch, meint Rezensentin Andrea Gerk: Mit Blick auf Fälle wie Pablo Picasso, Woody Allen, Michael Jackson oder Virginia Woolf fragt sich die Autorin, wie Fans nach Enthüllungen mit "enttäuschter Liebe" umgehen können. Dederer selbst erlebte einen solchen Moment nachdem bekannt wurde, dass Roman Polanski wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen verurteilt wurde. Die Trennung von Künstler und Werk fällt dann schwer, wenn man sozusagen eine "Liebesbeziehung" zum Werk eines Künstlers aufgebaut hat, liest die Kritikerin. Ein so kluges wie interessiertes Buch, das einfache Antworten verweigert, schließt die Rezensentin.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…