Aus dem Schwedischen von Ursel Allenstein und Hedwig M. Binder. Stockholm 1940. Das neutrale Schweden bietet deutschen Emigranten Zuflucht vor den Nazis. Auch Gottfried Bermann Fischer, der legendäre Verleger, ist in die schwedische Hauptstadt geflohen. Mithilfe einflussreicher Freunde gelingt es ihm, einen Exilverlag zu gründen, in dem auch Thomas Mann und Stefan Zweig ihre Werke publizieren. Doch Stockholm wird zunehmend unsicher, und Bermann Fischer will ausreisen. Das Visum dazu könnte ihm sein Mitarbeiter Immanuel Birnbaum verschaffen, ein ebenfalls ausgereister deutscher Journalist. Aber Birnbaum gerät wegen Kollaboration in Haft und bringt damit auch Bermann Fischer in Gefahr.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.08.2021
Rezensentin Rose-Maria Gropp scheint begeistert über den Roman, den Daniel Birnbaum über seinen Großvater und dessen Stockholmer Exiljahre 1939/40 geschrieben hat. Die Stadt als "Casablanca des Nordens" wird laut Gropp in Birnbaums emotions- und urteilsfreier, klarer Prosa ebenso lebendig wie die Spannungen zwischen Existenzsorgen und Integrität, in die der Protagonist in seiner Funktion als Zeitungskorrespondent und Spion wider Willen gerät. Das Buch ist für Gropp ein spannender Spionageroman, in dem auch der Verleger Gottfried Bermann Fischer eine Rolle spielt, und verdichtetes Sittenbild der Zeit in einem.
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