Aus dem Russischen von Jennie Seitz und Maria Rajer. Russland in der nahen Zukunft. Nach dem Krieg sind ganze Landstriche verseucht, die Flüsse vergiftet. Die einzelnen Städte haben kaum noch Kontakt zur Regierung in Moskau. Schon seit Jahren harrt Jegor im Außenposten in Jaroslawl aus. Sein Stiefvater Polkan, der Kommandant des Postens, macht ihm das Leben schwer, und die schöne Michelle interessiert sich nicht für ihn. Jegor träumt von der Welt jenseits der Eisenbahnbrücke, auf der anderen Seite des Flusses. Doch schon seit Jahrzehnten ist niemand mehr über diese Brücke gekommen. Bis heute …
Jens Uthoff empfiehlt den gerade auf Deutsch erschienenen Roman des Moskauer Autors Dmitry Glukhovsky in der Übersetzung von Jennie Seitz und Maria Rajer. Darin erzählt der Autor laut Uthoff von einem gespaltenen Russland nach dem Bügerkrieg und gibt damit seiner Überzeugung Ausdruck, dass sein Land in seiner Geschichte gefangen ist, im politischen Stillstand. Wie Glukhovsky das Verharren in der Vergangenheit schildert, hat für Uthoff die Zutaten eines ironischen Märchens. Humor ist die Waffe dieses Autors, erklärt der Rezensent, und wartet gespannt darauf, was Glukhovsky wohl in Zukunft ausheckt.
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…