Frank Ashwood

Die Welt unter unseren Füßen

Das geheime Leben des Bodens und seine Bedeutung für uns alle
Cover: Die Welt unter unseren Füßen
Piper Verlag, München 2026
ISBN 9783492073424
Gebunden, 336 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Lauren Su Bischoff. Mit zahlreichen Fotografien. Der Boden ist die verborgene Lebensader unseres Planeten - und eines seiner letzten großen Rätsel. Der Ökologe Frank Ashwood nimmt uns mit zu außergewöhnlichen Schauplätzen - von den chinesischen Schwarzerdeablagerungen über das grönländische Eisschild bis zu den Urwäldern Neuseelands - und legt dabei eine Bodenschicht nach der anderen frei. Wir erkunden die Wunderkammern der winzigen Erdreichbewohner und erfahren, wie dort Dünger für unser Getreide erzeugt, gewaltige Mengen Kohlenstoff gebunden oder Wasser gespeichert und gefiltert wird. Ashwoods spektakuläre Nahaufnahmen machen die kleinsten Wesen sichtbar. Oft heißt es, um das Staunen über die Welt zu lernen, müssten wir nach oben zu den Sternen blicken. Aber vielleicht sollten wir lieber nach unten schauen? 

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 21.09.2026

Es gibt einiges zu entdecken auf und im Boden, erfährt Rezensent Michael Lange von Frank Ashwood, Fotograf und Regenwurmforscher: Der Mutterboden reicht rund 30 Zentimeter in den Boden hinein und hält viele interessante Tierchen bereit. Gliedertiere können sich bei Gefahr "in die Höhe katapultieren", Bärtierchen schrumpeln zusammen wie Rosinen und können noch Jahre später mit ein bisschen Wasser wiederbelebt werden, staunt Lange. Allerdings ist der Humus durch Landwirtschaft in Gefahr: Es wird viel mehr abgenutzt, als sich regenerieren kann, lesen wir. Aber richtig spannend, lernt der Rezensent, wird es im Unterboden, da ist noch mehr los: Der Kohlenstoffspeicher stabilisiert unser Klima und beheimatet zum Beispiel durchsichtige Tausenfüßler. Gerne hätte er dazu noch mehr Fotos gesehen, um die lebendigen Schilderungen Ashwoods noch anschaulicher zu machen, resümiert er. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.09.2026

Rezensent Christian Schwägerl kommt gut klar mit dem persönlichen Stil, mit dem ihm der Ökologe Frank Ashwood die fruchtbare Lebenswelt der Schwarzerden nahebringt. Was unter unseren Füßen los ist und wie wichtig es ist für unser Dasein, erklärt ihm der Autor anhand von Feldforschungen in neusseeländischen und englischen Wäldern, wo Ashwood buchstäblich jeden Stein umdreht. Die so in den Blick geratenen Wimmelbilder von Asseln, Würmern und Pilzen lassen Schwägerl ahnen, was für ein reiches und komplexes Spezialistentum da herumwuselt. Dass Ashwood ins Detail geht und auf die Gefährdung dieses Reichtums aufmerksam macht, ohne den Zeigefinger zu erheben, gefällt Schwägerl gut.

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