Aufbau Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783351042974 Gebunden, 238 Seiten, 24
EUR
Klappentext
Ein Debütroman über drei Frauengenerationen zwischen Herkunft und Gegenwart. Suzanna ist Fotografin. Sie hält die Träume anderer fest und die Geister der Familie in Schach. Bis ihre Mutter von einem Tag auf den anderen verschwindet. Sie scheint sich auf eine Reise in ihre Erinnerungen begeben zu haben, und Suzanna und der restlichen Familie bleibt nichts anderes übrig, als ihr dorthin zu folgen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 15.08.2026
Rezensentin Sally-Charell Delin ist angetan von Hannah Manns Debütroman. Er dreht sich um Suzanna, eine Fotografin, die mit Mann und Tochter Daria in den 80ern in Berlin lebt. Das zunächst weitgehend harmonische Familienleben gerät aus der Balance, als Suzanna erfährt, dass ihre Mutter Nina verschwunden ist. Im Folgenden geht es unter anderem um Episoden aus der Vergangenheit - die Mutter war vor antisemitischer Verfolgung aus dem kommunistischen Polen nach Westdeutschland geflohen. Unverarbeitete Vergangenheit fließt in den Roman ein, erzählt Delin, wobei ihr freilich die Passagen, die sich um Suzannas Beziehung zu Daria drehen, besser gefallen als die über Suzanna und Nina. Insgesamt sind es vor allem die "heiteren Momente im zwischenmenschlichen Miteinander" sowie die interessant gezeichneten Figuren, die die Rezensentin für dieses Buch einnehmen.
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