Von der Küste des Bosporus bis ins Londoner West End, von der Bankenstadt Zürich bis in den hohen Kaukasus spannt sich das globale Netz, das Tiger Single, Selfmademan und absoluter Herrscher über sein Schattenreich, geknüpft hat. In diesem literarischen Thriller geht es um Loyalität und Verrat, vor allem aber um die unmögliche Liebe zwischen Vater und Sohn, Single & Single.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Armer John Le Carré. Stewart O`Nan liefert in der FAZ einen Verriss, der sich gewaschen hat. Zuerst fängt es ja noch ganz harmlos an. O`Nan schildert, wie Le Carré seinen Roman mit einer "Hollywood-Standardsituation" beginnen lässt. Noch dazu handelt es sich um einen dialogischen Anfang, also "die unbeholfenste" aller Eröffnungen. Was O`Nan im Lauf seiner Lektüre immer mehr stört, ist, dass Le Carré in diesem Drogen- und Waffenhändlerthriller aus diesen Standardsituationen überhaupt nicht mehr herauskommt. Er schaffe es nicht, seine Helden in wirklich interessante moralische Zwiespalte zu bringen - so wie er es früher in seinen Spionageromanen aus Zeiten des Kalten Krieges so meisterhaft verstand. Auch die Klischees gehen O`Nan auf die Nerven: Reihenweise fallen dem Helden des Romans langbeinige Blondinen zu Füßen und dies offensichtlich nur, weil er eben der Held des Romans ist. O`Nan empfiehlt, entweder ältere Romane Le Carrés wiederzulesen oder gleich zu Graham Greene zu greifen.
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