Um die kargen, unfruchtbaren Prärien im Nordwesten Amerikas urbar zu machen, wurden zu Anfang dieses Jahrhunderts Emigranten aus Europa mit Versprechungen von unermeßlichen Reichtümern dorthin gelockt. Jonathan Raban ist zwei Jahre durch Montana gereist; aus mündlichen Berichten, alten Aufzeichnungen und unter dem Eindruck der überwältigenden Landschaft hat er das Schicksal der Siedler nachgezeichnet, die dem Traum der Träume gefolgt sind - dem amerikanischen Traum.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
In höchten Tönen lobt Milos Vec dieses Buch als Reisebuch, das als solches zum Besten gehöre, was er in den letzten Jahren gelesen hat. Ein Buch, das in "melancholischem Grundton" sowohl die Gegenwart, als auch die Vergangenheit des amerikanischen Westens schildere - das heißt den Beginn des 20. Jahrhunderts, die Zeit, als die Siedler kamen. Das Buch vor Augen zeichnet Vec nach, wie tragisch und großartig die Besiedlung dieses über weite Strecken unfruchtbaren Landes scheiterte. Gescheitert seien dabei auch die Hoffnungen des 20. Jahrhunderts, den Widerstand der Natur zu brechen. Jonathan Raban vergleiche diesen verheerenden Optimismus mit dem der Soldaten zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Mit eleganter Prosa schildere Raban auch die Gegenwart in diesem fast unbesiedelten "perfekten Klapperschlangenland".
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