Um die kargen, unfruchtbaren Prärien im Nordwesten Amerikas urbar zu machen, wurden zu Anfang dieses Jahrhunderts Emigranten aus Europa mit Versprechungen von unermeßlichen Reichtümern dorthin gelockt. Jonathan Raban ist zwei Jahre durch Montana gereist; aus mündlichen Berichten, alten Aufzeichnungen und unter dem Eindruck der überwältigenden Landschaft hat er das Schicksal der Siedler nachgezeichnet, die dem Traum der Träume gefolgt sind - dem amerikanischen Traum.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
In höchten Tönen lobt Milos Vec dieses Buch als Reisebuch, das als solches zum Besten gehöre, was er in den letzten Jahren gelesen hat. Ein Buch, das in "melancholischem Grundton" sowohl die Gegenwart, als auch die Vergangenheit des amerikanischen Westens schildere - das heißt den Beginn des 20. Jahrhunderts, die Zeit, als die Siedler kamen. Das Buch vor Augen zeichnet Vec nach, wie tragisch und großartig die Besiedlung dieses über weite Strecken unfruchtbaren Landes scheiterte. Gescheitert seien dabei auch die Hoffnungen des 20. Jahrhunderts, den Widerstand der Natur zu brechen. Jonathan Raban vergleiche diesen verheerenden Optimismus mit dem der Soldaten zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Mit eleganter Prosa schildere Raban auch die Gegenwart in diesem fast unbesiedelten "perfekten Klapperschlangenland".
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…