Der Sozialismus will die gesellschaftlichen Verhältnisse mit dem Ziel sozialer Gleichheit und Gerechtigkeit verändern. Jost Müller beschreibt die historischen Phasen des Sozialismus, von dem Sturm auf die Bastille 1789 bis zu den sozialen Bewegungen in der Gegenwart. Er stellt die verschiedenen Sozialismusmodelle anhand ihrer Theoretiker und Ereignisse dar. Ein Überblick zur Ideengeschichte des Gegenmodells zum Kapitalismus.
Rudolf Walther lobt zunächst den Mut des Verlags, ein Buch über ein Thema vorzulegen, das im Allgemeinen für "mausetot" gehalten wird. Aber gerade für Studenten, die sich für sozialistische Theorien interessieren, findet er den Band durchaus empfehlenswert. Müller gehe es nicht um "Vollständigkeit" oder "hohe wissenschaftliche Standards". Vielmehr habe der Band Einführungscharakter. Walther lobt die Sachlichkeit und gute Lesbarkeit und die Tatsache, dass sich Müller dem Thema von der politische Seitenlinie aus nähert. Abschließend gibt Walther das Fazit Müllers kurz wieder, das vor allem darauf hinausläuft, dass es heute bei sozialistischen Tendenzen weniger um eine Neuordnung der Gesellschaft und des Staates geht, sondern eher um "isolierte Initiativen", wie Aktivitäten gegen "Rassismus, Nationalismus, Umweltzerstörung" u. a.
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