Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.08.2000
In einer selbst reichlich poetischen Rezension feiert Beatrice von Matt Jürgen Nendza als "lyrischen Philosophen", der seinen Halt schließlich am Wörtchen "und" findet: "Das `und` reklamiert Bezug an sich, ohne ihn weiter zu begründen, außer eben durch Vertrauen auf einen Rhythmus." Versteht man von Matt richtig, so ist Nendza auch ein Dichter der Horizonte, worauf schon der Titel des kleinen Bandes hinweise. Der Bindungslosigkeit des Blicks, dem Verschwinden der Klänge im All setzt Nendza, nach der Darlegung der Rezensentin, mit Hilfe des `und` einen gliedernden und bindenden Halt entgegen.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…