Zum 50. Todestag am 7. Juli 1956. Sprecher: Christian Brückner. Musik: Yakou Tribe.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2007
Gottfried Benn war ein bekennender Fan von Jazz- und Schlagermusik, und das ist - findet der Rezensent Wolfgang Schneider - seinen lyrischen Texten in Rhythmus wie Wortwahl auch immer wieder anzumerken. Darum sei es auch keine verwegene, sondern eine gute Idee, den Gedicht-Vortrag durch musikalische Einlagen aufzulockern. Kai Brückners Band "Yakou Tribe" setzt Benns Texten gelegentlich "rockigen Jazz" entgegen, aber das findet der Rezensent ganz passend. Interessant am Vortragsttil Christian Brückners scheint ihm, dass Benn hier so klingt, wie man sich immer vorgestellt hätte, dass er es im eigenen Vortrag auch tut. Nur klinge er ja in Wahrheit viel angenehmer und sanfter als die "coole" Version Brückners, die viel "süßen Zynismus" in die Stimme legt. Dennoch fällt das Urteil positiv aus, gerade angesichts des erstaunlichen Zusammenklangs von Text und Musik: "Intellektuelle Extravaganzen und Easy listening - bei Benn verträgt es sich gut."
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…