Herausgegeben von Franz van der Grinten und Thomas Linden. Mit Texten von Ulf Erdmann Ziegler und Thomas Linden. Karl Hugo Schmölz (1917-1986), Sohn des Kölner Fotografen Hugo Schmölz, führte nach 1938 das Atelier seines Vaters fort. In Zusammenarbeit mit den großen rheinischen Architekten der 50er Jahre wie Dominikus Böhm, Wilhelm Riphan, Hans Schilling, Rudolf Schwarz und anderen schuf er eine eindrucksvolle fotografische Dokumentation moderner Nachkriegsarchitektur in Köln. Eine repräsentative Auswahl seiner Architekturaufnahmen, seiner Innenräume und Nachtaufnahmen versammelt dieser Band. Er belegt nachdrücklich die Anfänge eines zarten, aber durchaus hartnäckigen zeitgenössischen Stilwillens, der sich buchstäblich aus dem Trümmermeer des zerstörten Köln erhob und der heute schon fast wie eine Antiquität anmutet. Der deutsche Schriftsteller Ulf Erdmann Ziegler, Köln-erfahrener Architektur- und Fotografiespezialist, hat einen einführenden Text zu den Bildern von Karl Hugo Schmölz geschrieben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2012
Die Rezensentin Catrin Lorch freut sich sichtlich über den ersten monografischen Bildband, der sich Karl Hugo Schmölz widmet. In der Nachkriegszeit habe der Fotograf versucht, mit seinen Bildern Visionen einer besseren Zukunft zu zeigen, die er schon damals durchschimmern sah. "Hell, klimatisiert" und elegant seien die daraus erwachsenen Achitekturfotografien, findet Lorch. In seinem Katalogtext beschreibt Ulf Erdmann Ziegler, dass Schmölz statische Straßenzüge als "große, elegante, mit fließenden Namen überschriebene Vitrinen in voller Fahrt" zeigen könne. Schmölz' besonderer Verdienst sei es gewesen, die neue Sachlichkeit mit der neuen Architektur vertraut zu machen. In "Köln" werde diese Besonderheit seiner Arbeit deutlich. Die Rezensentin bedauert, dass Karl Hugo Schmölz nicht mehr miterlebt hat, wie seine Fotografien wesentlich dazu beigetragen haben, "zentrale Areale des Nachkriegs-Wiederaufbaus" in Köln vor dem Abriss zu bewahren.
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