Aus dem Amerikanischen von Nico Laubisch. Der Fotograf Kyle Cassidy stellte sich die Frage, warum so viele Amerikaner Schusswaffen besitzen. Ihm wurde klar, dass er, um eine Antwort zu bekommen, die Menschen in ihrer Umgebung fotografieren musste. Für seine Recherche bereiste er mit dem Auto zwei Jahre den nordamerikanischen Kontinent, legte dabei 15.000 Meilen zurück und traf auf die unterschiedlichsten Waffenbesitzer, die ihn in ihre Häuser einluden und ihm auf die Frage nach dem Warum die unterschiedlichsten Antworten gaben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.02.2008
Sehr angetan ist Rezensentin Melanie Mühl von Kyle Cassidys Fotoband, auch wenn er bei ihr ein "beklemmendes Gefühl" hinterlassen hat. Sie berichtet, dass der Fotograf zwei Jahre lang die USA bereist hat, dabei 130 Amerikanerinnen und Amerikaner mit ihren Waffen in ihren eigenen vier Wänden fotografierte und allen die Frage stellt, warum sie denn Waffen besitzen. Die Menschen, die die Aufnahmen zeigen, Lehrer, Hausfrauen, Mütter, Ehemänner, Rechtsanwälte, Republikaner, Demokraten und Atheisten, scheinen Mühl zum Teil durchaus sympathisch. Die Fotografien wirken auf sie auch nie martialisch, sondern eher wie Dokumente "amerikanischer Normalität". Gerade das aber ist für sie das Irritierende, das "Verstörende" an diesem Band. Bisweilen hält Mühl die Begründungen der Waffenfreunde für ihren Waffenbesitz im ersten Augenblick fast für nachvollziehbar. Im Grunde aber dokumentieren sie in ihren Augen eine "tiefe Verunsicherung". Ihr Fazit: ein "brillanter" Band.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…