Lars Bové, Yannick Pelegrin

Spionage

Von Geheimcodes bis zur vergifteten Zahnpasta (Ab 12 Jahren)
Cover: Spionage
Jacoby und Stuart Verlag, Berlin 2026
ISBN 9783964282903
Broschiert, 152 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Edmund Jacoby. Wissen ist Macht, vor allem das Wissen über die Stärken und Schwächen deiner Feinde. Schon immer haben die Menschen deshalb ihre Gegner im Inneren und in anderen Staaten ausspioniert. Das ist aufregend und ziemlich gefährlich - ob im alten Rom oder im Ersten Weltkrieg, in dem Mata Hari ihre Spionage am Ende mit dem Leben bezahlen musste. Und während sich im Kalten Krieg Geheimdienste wie CIA und KGB oder auch Mossad und BND im Hintergrund zu mächtigen Maschinerien entwickelten, wurde die Kunstfigur James Bond im Westen zum Ideal eines Spions. Dieses Buch erinnert nicht nur daran, was Spione in der Vergangenheit herausbekommen haben und wie sie das geschafft haben, sondern gibt auch praktische Tipps für angehende Spione: Wie man Codes knackt oder wie man ein Periskop baut, mit dem man beobachten kann, ohne gesehen zu werden.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 22.08.2026

Lars Bové ist eigentlich Investigativjournalist, der sich mit den Panama Papers oder den LuxLeaks beschäftigt hat, jetzt hat er ein prall mit spannenden Infos gefülltes Kinderbuch über Spionage geschrieben, freut sich Rezensent Jan Drees. Die Ermordung Cäsars wird ebenso unter die Lupe genommen wie der Geheimdienst der katholischen Kirche, den es bereits seit dem 13. Jahrhundert gibt, der Papst hat somit Zugang zum "ältesten Nachrichtendienst der Welt" hat, staunt Drees. Ihm gefallen auch die lebendigen Illustrationen von Yannick Pelegrin, die die Geschichten zu gelungenen Spionageaktionen wie der Eichmann-Entführung oder weniger gelungenen wie dem "Bayrischen Taubenkorps", das russische Atomprojekte auskundschaften sollte, begleiten. Auch über erfundene und echte Spione wie James Bond oder Mata Hari erfährt der gebannte Kritiker vieles, er lernt Spionageflugzeuge kennen und wie man geheime Briefe schreibt. Dieses informative und neugierig machende Buch kann er nur empfehlen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.03.2026

Rezensentin Anna Nowaczyk staunt über all das Wissen über eigentlich Geheimes im Buch des Investigativjournalisten Lars Bové und des Zeichners Yannick Pelegrin. Wie Geheimdienste und Spione arbeiten, verrrät der Autor jungen Lesern laut Nowaczyk mit Exkursen zu James Bond, Mata Hari und sogar zu Cäsars Spionen. Was Mossad, CIA und MI6 so treiben und wieso eigentlich, vermitteln die 14 Kapitel in spannender, aber nicht effekthascherischer Weise, findet die Rezensentin. Dass es nicht immer so einfach sein kann, hochpolitische Fälle eingängig zu erklären, ahnt Nowaczyk. Pelegrins einfallsreiche Illustrationen tragen sicherlich dazu bei und erhalten dennoch die Grundspannung des Thermas, erklärt Nowaczyk. Einziger Einwand der Rezensentin: Mitunter erscheint der lockere Ton unangemessen, etwa wenn es um die gezielte Tötung von Menschen geht, immerhin auch Teil der Geheimdienstarbeit. 

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