Polente Verlag, Wien 2026
ISBN
9783903634046 Broschiert, 424 Seiten, 20,00
EUR
Klappentext
Aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein und Hans Gregor Njemz. Berlin. Im Berliner Dom wird die Leiche eines gekreuzigten Priesters gefunden. Unter unklaren Umständen bricht ein Brand in einer Migrantensiedlung aus, und in einzelnen Bundesländern wachsen separatistische Stimmungen, während toxischer Nationalismus wiederauflebt. Wem kommen diese scheinbar unzusammenhängenden Vorgänge zugute? Einem skrupellosen Prinzen, der, begeistert von Gabriele D'Annunzios Fiume-Experiment, das Imperium Germanum wiederbeleben will? Einer geheimdienstlichen Organisation, die sich der demokratischen Kontrolle entzieht? Oder Regierungsmitgliedern, die um das höchste Amt im Staat kämpfen? Polizeipräsident Tschapieski, Journalistin Dagmara Bosch und Kommissar Kowalski tauchen in die Untiefen dieses Falls ein, in dem nicht nur die Zukunft des Staates auf dem Spiel steht.
Ein klassischer Thriller ist dieses Buch von Magdalena Pary nicht, so Kritikerin Katharina Granzin, eine klassische Actiongeschichte auch nicht, aber ein Buch, dessen surreale Story sie außerordentlich gern gelesen hat. Auch die Figuren sind eher schräg, zwischen gekreuzigten Priestern, entführten Frauen und Katholiken, die gegen den Staat kämpfen, muss sich die Geheimdienst-Taskforce irgendwie durchsetzen, aber der ebenfalls mitwirkende Berliner Polizeipräsident muss erst mal aus dem Bordell abgeholt werden, schildert Granzin die überbordende Handlung. Pary schreibt effektreich, lobt sie, ohne nur auf "sex, crime & violence" zu setzen. Eigentlich schreibe sie mit ihrem coolen, manchmal makaberen Erzählsound ihr eigenes Genre. Granzin ist schon gespannt auf den nächsten Band dieser Trilogie.
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