Künstlichkeit ist ein Symptom des technischen Fortschritts. Dem sich kein Bereich entziehen kann. Geiers Buch ist eine Reise durch künstliche Welten, wie sie sich im Mythos, in der Literatur und in der Wissenschaft zeigen. Sie beginnt mit Pandora, der ersten künstlichen Frau, und endet bei den Visionen eines körperlosen Lebens im digitalisierten Cyberspace.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.08.2000
Ulrich Wanner zeigt sich recht angetan von diesem Buch und bescheinigt dem Autor bei seiner Darstellung durchaus die gelungene Verbindung von "definitorischem Schafsinn mit stilistischer Eleganz". Besonders gefällt dem Rezensenten der Facettenreichtum der Buchs, in dem sowohl kulturhistorische als auch literaturwissenschaftliche Überlegungen des Autors zur "Vision eines körperlosen Lebens" und künstlicher Intelligenz angestellt werden. Ob Rousseau, Kybernetik oder Genomik: Wanner sieht den "monströsen Stoff" hier blendend bewältigt und hebt dabei vor allem die auch für Laien gute Lesbarkeit des Buchs hervor. Fast spielerisch und beiläufig werde der Leser in die bisweilen komplizierten Themen eingeführt, was nach Ansicht Wanners vor allem deshalb gelingt, weil der Autor die wissenschaftlichen Themen immer wieder mit beispielsweise "erfolgreichen Filmen und Romanen der Science-fiction" in Verbindung bringt. Auch von der Bebilderung des Bandes zeigt sich Wanner begeistert.
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