Ab 12 Jahren. Es ist die Zeit nach den Klimakriegen: Die Reichen haben sich ins virtuelle Godland hochladen lassen. Yolanda und ihre Freunde sind als echte Menschen für die Superrechner weit draußen im Ozean zuständig. Als Lohn winkt ihnen nach zwanzig Dienstjahren ebenfalls das virtuelle Paradies. Bis dahin wird ihr Leben von der KI Godmother bestimmt: Sie überwacht, befiehlt und straft. Aber sie sorgt sich auch um das Wohlergehen und das soziale Gefüge. Für Yolanda ist sie fast wie eine Mutter. Doch als Godmother sie zu einer furchtbaren Lüge zwingt, keimen Zweifel in Yolanda auf: Ist das ganze System nur ein Fake?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2023
Gefesselt ist Rezensentin Elena Geus von Martin Schäubles dystopischem Jugendroman "Godland", in dem die fünfzehnjährige Yolanda gegen die "Godmother", eine alles kontrollierende Super-KI, kämpfen muss. Die Handlung spielt nach der Klima-Apokalypse, auf einer Insel schuften die nicht-priviligierten der Gesellschaft, darunter Yolanda und ihr Vater, um für die Reichen ein computersimuliertes Paradies aufrecht zu erhalten, schreibt Geus. Bald dämmert Yolanda, dass die mächtige Maschine "Godmother" nicht nur gute Absichten hat. Schäubles Buch ist auf jeden Fall ein "pageturner", der glaubwürdig den Kampf zwischen Mensch und Maschine verarbeitet. Ein kleines bisschen ratlos ist die Rezensentin aber doch am Ende, vielleicht hätte der Story ein bisschen weniger Action und etwas mehr Logik und Figurentiefe gutgetan, schreibt die Rezensentin.
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