Paul Maar

Lorna

Novelle
Cover: Lorna
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2025
ISBN 9783103977004
Gebunden, 112 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Schon als Kind in der Hochhaussiedlung ist Lorna mit ihren roten Haaren und grünen Augen besonders: Sie ist die Beste beim Fußball, immer hilfsbereit und nimmt sich einen Außenseiter zum Freund. Für den eher schüchternen Erzähler wird sie die erste große Liebe. Man zieht zusammen in eine WG, geht auf Reisen und schmiedet Zukunftspläne: Sie will Psychologie oder Sozialpädagogik studieren, und er will an die Kunstakademie. Aber dann wird Lorna eine andere: unruhig, aggressiv, unberechenbar. Irgendwann legt sie Feuer in der WG, vor der Tür ihrer Mitbewohnerin Katharina. Lorna kommt in die Psychiatrie. Heraus und wieder hinein, immer wieder. Dann lässt sich der Erzähler von Katharina verführen. Es ist die folgenschwerste Entscheidung seines Lebens.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.08.2025

Den Autor Paul Maar kennt Rezensent Tilman Spreckelsen überwiegend vom "Sams", aber auch seine Literatur für Erwachsene weiß ihn zu überzeugen: In dieser Novelle, die überwiegend in den 1970er Jahren spielt, geht es um Lorna, die sich im Laufe ihrer Beziehung zu Markus immer stärker verändert. Maar schildert, wie Lornas manisch-depressive Erkrankung nicht nur ihr eigenes Leben beeinflusst, sondern auch das von Markus und ihrer Mitbewohnerin Katharina, so Spreckelsen: Markus trauert um die Person, die seine Freundin nicht mehr ist. Für den Kritiker ein Buch, das die vielen verschiedenen Fassaden und Momente der Erkrankung und dem Leben mit einer kranken Person auch aus der eigenen Erfahrung Maars mit seiner Schwester treffend abbildet.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 13.06.2025

Rezensent Nico Bleutge liest den neuen Erwachsenen-Roman vom Kinderbuchautor Paul Maar mit Freude. Das Buch erzählt laut Bleutge von der Liebe des Ich-Erzählers zu einer psychisch labilen Frau in der schwäbischen Provinz der 1970er. Historisches kommt im Buch nur am Rand vor, wirkt aber soghaft, erklärt Bleutge. Im Zentrum steht der Weg der weiblichen Figur in die Psychiatrie und die Entfremdung des Erzählers von seiner Liebe. Maars knapper Stil, seine feinen Dialoge und seine leuchtenden Bilder findet Bleutge überzeugend.

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