Carl Hanser Verlag, München 2026
ISBN
9783446286221 Kartoniert, 352 Seiten, 14,00
EUR
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Jens Seeling. "James" Thelonious "Monk" Ellison ist Schriftsteller - und verzweifelt: Seine anspruchsvollen Bücher finden kaum Beachtung, während klischeebeladene "Ghettoromane" über Schwarze gefeiert werden. Aus Wut schreibt er selbst unter Pseudonym einen solch stereotypen, provokanten Roman mit dem Titel "Fuck". Der Erfolg ist überwältigend. Doch mit dem Ruhm wächst auch das Chaos in Monks Leben. "Ausradiert" ist eine Satire auf den Literaturbetrieb, kulturelle Erwartungen und die Frage, wer erzählen darf - und wie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.03.2026
Rezensentin Sylvia Staude kann nichts anfangen mit dem bereits 2001 im englischen Original erschienenen Roman von Percival Everett. Die Geschichte um einen schwarzen Autor, der mit einem klischeebeladenen Roman über das Leben als schwarzer Mann Erfolg hat, ist für sie eine Zumutung. Ermüdend die bildungsbeflissenen Passagen, in denen Hitler, Paul Klee und Ernst Barlach miteinander parlieren, ärgerlich der für Staude höchstens als Parodie durchgehende Roman im Roman. Als möglicherweise autobiografische Satire auf einen von der Identitätspolitik korrumpierten Literaturbetrieb macht der Text für Staude allerdings durchaus Sinn. Angenehme Lektüre aber bietet er dennoch nicht, lässt sie durchblicken.
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