Aus dem Englischen von Harald Stadler. Ohne Öl läuft nichts; es ist der Garant unseres Wohlstands und unserer Mobilität. In vielen Förderländern hingegen herrschen Elend und Gewalt. Wer über den Ölhahn bestimmt, diktiert das blutige Geschäft. Wer in der Nähe der Ölquellen lebt, ist der ökologischen Katastrophe ausgeliefert. Peter Maass zeigt, wie der begehrte Rohstoff die Länder straft, die ihn besitzen, wie er jene korrumpiert, die mit ihm handeln, und die Welt verwüstet, die nach ihm dürstet.
Leidenschaftlich und spannend geschrieben findet Christian Tenbrock das Buch des Reporters des New York Times Magazines über die Verheerungen, die die Jagd nach dem Öl über die Welt bringt. Auch bescheinigt er Peter Maas' Untersuchungen große Genauigkeit. Vier Jahre habe er auf der ganzen Welt recherchiert, mit amerikanischen Ölmagnaten ebenso wie mit saudischen Prinzen, russischen Politikern oder Umweltschützern gesprochen. Dabei sei er, zitiert der Kritiker Maas, einem Monster begegnet, einer Branche, die mit ihrem Hunger nach Öl auf der Welt Gewalt und Elend verursache. Ob er im Nildelta bewaffnete Halbwüchsige oder in der Konzernetage Verbrecher in Maßanzügen traf: zunehmend packt den Autor, so Tembrock, die Wut, weswegen er das Ende des Oil-Age herbeizusehnen hilft.
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