Oxford und Cambridge, "intellektueller Doppelkopf" Großbritanniens und zugleich die berühmtesten Universitätsstädte der Welt, sind seit rund 800 Jahren in ungebrochener Konkurrenz und herzlicher Haßliebe verbunden. In einer Fülle von Fakten, Zitaten, Anekdoten und biografischen Skizzen zeichnet Peter Sager erstmals in deutscher Sprache die historische, literarische und kulturelle Landkarte von Oxbridge. Peter Sager flaniert durch die städtischen Idyllen der Gärten, Höfe und Parks, entdeckt die Geschichte(n) und Geheimnisse hinter den Toren der Colleges und zeichnet mit unnachahmlichem Witz und großer Liebe zum Detail die exzentrischen Lebensläufe ihrer Bewohner nach. Ergänzt werden diese literarischen Spaziergänge durch zahlreiche farbige Photographien, Karten, ein Oxbridge-Glossar, ein Verzeichnis wichtiger Adressen und Literaturhinweise.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.12.2003
Peter Sager sei ein fähiger und liebenswürdiger Chronist der beiden britischen Universitätsstädte Cambridge und Oxford, behauptet Philipp Blom. In dieser Formulierung steckt eine leise Kritik, denn Sager, um Material für seine Chronik britischer Bildung und exzentrischer Lebensweisen nie verlegen, idealisiert nach Bloms Dafürhalten die beiden herausragenden Bildungsinstitutionen ein wenig. So mäandere Sagers Buch "behaglich" zwischen Reiseführer und Geschichte, wobei sich die Leser genüsslich viele Anekdoten, Kuriosa und literarische Anverwandlungen der seit jeher rivalisierenden Universitätsstädte zu Gemüte führen könnten. Dass Sager auch die Spannungen zwischen der altehrwürdigen traditionsreichen Bildungsstätte und dem - auch architektonisch sichtbaren - Zentrum moderner Forschung ausgeblendet hat, findet Blom bedauerlich, da doch gerade diese Spannung zu realen Problem in Oxford und Cambridge führe, zugleich aber auch eine Chance darstelle, nicht in Musealität zu erstarren. Und was die Boldeian Library in Oxford angehe, stellt Blom fest, habe der Autor wohl nie persönlich in einer der langen Warteschlangen gesteckt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.06.2003
Der mit dem Kürzel "ukü" zeichnende Rezensent äußert sich in seiner knappen Rezension des Buches über die englischen Universitätsstädte Oxford und Cambridge außerordentlich begeistert. Er ist derart hingerissen von der "Erzählkunst" des Autors, dass er vermutet, ein Besuch in der realen Stadt könne nach der überwältigenden Lektüre nur enttäuschend ausfallen. Der Rezensent preist die "Sprachpracht" Sagers und sieht in den schillernden Anekdoten noch den "schnödesten Stein" der beiden englischen Städte lebendig werden.
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