Piper Verlag, München 2026
ISBN
9783492074940 Gebunden, 448 Seiten, 26,00
EUR
Klappentext
Emilia Papenburg hat ihren Mann Benni verlassen und ist mit den Kindern nach New York gegangen. Ein Neubeginn ohne Familie, an der sie gescheitert zu sein glaubt, genau wie schon ihre eigenen Eltern. Doch vielleicht irrt Emilia sich. Denn ihr Vater und ihre so lange verschollene Mutter wollen um jeden Preis die Familie zusammenbringen. Sie ertragen gegenseitige Verletzungen und enttäuschte Hoffnung für Momente klaren Glücks. Emilias Mann Benni ist da schon einen Schritt weiter: Er stellt seine Freiheit über die Illusion familiärer Notwendigkeiten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.08.2026
Rezensent Bernhard Heckler kommt nicht rein in den neuen Roman von Philipp Oehmke. Das liegt daran, dass er den Vorgänger nicht gelesen hat, aber auch an der ironischen Distanz, mit der Oehmke das Personal in diesem Familienroman behandelt, und an den ständigen Perspektivwechseln und einer "dahinplätschernden" Handlung. Es ist eine "Anti-Diaspora-Geschichte", in der die neureiche Familie Papenburg ihr Glück in den USA versucht. Der Autor springt zwischen Katrin Papenbrinck, einer reichen Alkoholikerin, zu ihrem Mann, der den wichtiger klingenden Namen Papenburg bevorzugt, dann zur Tochter Emilie und schließlich zu Figuren der Familie Schönwald, um die es in Oehmkes letzem Roman ging. Frustriert sucht Heckler im Text nach Hinweisen auf den von Verlagsseite angekündigten "großen Gegenwartsroman" und entdeckt doch bloß etwas banale Anspielungen auf das Zeitgeschehen von Nina Chuba bis Mamdani und "diffuse Heutigkeit". Was dem Roman fehlt ist laut Heckler emotionaler Unterbau. Den gönnt der Autor gerade mal einer einzigen Figur in seinem Panorama, nämlich dem Starprofessor Chris Schönwald, der im zweite Teil ein größere Rolle spielt. Der Kritiker ist leider nicht überzeugt.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…