Rainer Grießhammer

Alles wird gut - nur anders

Geschichten aus dem Jahr 2037. Klimawandel, Energiewende, Digitalisierung und gesellschaftliche Veränderungen
Cover: Alles wird gut - nur anders
oekom Verlag, München 2024
ISBN 9783987260872
Gebunden, 240 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Der 18-jährige Paul und seine Wahlgroßeltern entführen uns in den Alltag und die Gesellschaft des Jahres 2037. Die Welt ist geprägt von Tiny Lofts, autonomen Solarautos und Retrorestaurants ohne Servierroboter. Perureisen finden im Metaverse statt, Bademeisterdrohnen schweben über Baggerseen, und Roboter erklimmen den Mount Everest. Drei Generationen kämpfen um das wahre Leben und die richtige Politik. Um Umweltschutz, Energiewende, Klimatribunal, Digitalisierung, Innovationsstau, Turbokapitalismus, Postwachstum, Grundeinkommen, Digitalsteuer, bezahlte Klimaleugner, Fake News und die Gestaltung der Zukunft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.07.2024

Rezensent Philipp Krohn fühlt sich wohl in der Zukunftsvision, die Rainer Grießhammer entwirft. Nachhaltig ist diese auf das Jahr 2037 datierte Zukunft, lesen wir, es gibt nur noch zwei Zeitungen, Ökotribunale rechnen mit den Umweltsündern der Vergangenheit ab, die Jugend liebt polyamor und trägt einen digitalen "MiniHelper" unter der Kopfhaut. Als eine Mischung aus Sachbuch und Roman beschreibt Krohn das Buch, wobei die Sachbuchteile - vermittelt über Figurendialoge - dominieren, die Romanhandlung inklusive Liebesgeschichten ist eher Beiwerk. Grießhammer, ehemals Geschäftsführer des Öko-Instituts und seit langem in Nachhaltigkeitsdebatten aktiv, hat es sich laut Rezensent zur Aufgabe gesetzt, eine spekulative Fiktion darüber zu schreiben, wie das Leben nach der Nachhaltigkeitsrevolution aussehen könnte. Insgesamt drei Generationen kommen vor in der Erzählung, wodurch auch unterschiedliche Perspektiven auf die Kämpfe in der Gegenwart möglich werden, so Krohn. Grießhammer selbst setzt offensichtlich eher auf strenge Vorschriften als auf Anreize, wenn es darum geht, Nachhaltigkeit zu erreichen, meint Krohn, aber seiner Zukunftsvision merkt man das nicht an. Überhaupt findet Krohn es interessant, dass die Digitalisierung viel mehr Einfluss auf das Alltagsleben von Krohns Figuren hat als ökologische Technologien. Insgesamt ein Buch, das geeignet ist, einem die Angst vor Nachhaltigkeit zu nehmen, lobt Krohn.

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