Großer Bahnhof in der Residenzstadt: der EU-Sicherheitsgipfel ist zu Gast am Main. Die Übergabe der Rosenholz-Dateien mit den Namen westdeutscher Stasi-Mitarbeiter von der CIA an die Bundesregierung steht kurz bevor. Kommissar Kilian stößt bei seinen Fenstersturz-Ermittlungen auf eine CD-ROM, die offensichtlich noch weit brisanteres Material enthält. Eine gnadenlose Jagd beginnt, und der in seine ungeliebte Heimatstadt Würzburg strafversetzte Kilian gerät ins Fadenkreuz von Behörden, Geheimdiensten und anderen Dunkelmännern
Die Ansätze von Roman Rauschs DDR-Krimi rund um die berüchtigte Rosenholz-Datei findet Kolja Mensing eigentlich nicht schlecht. Auch gegen die Tatsache, dass es sich bei diesem Roman über weite Strecken um einen "actiongeladenen Agententhriller" handelt, hat er nichts einzuwenden. Eines allerdings schade dem Werk dann doch ganz ungeheuer, nämlich die Selbstverortung in den "Niederungen des Regionalkrimis". Nicht nur spiele das alles nämlich in Würzburg, nein, die Leute sprechen auch noch unterfränkisch. Das kommt beim Rezensenten - einem gebürtigen Niedersachsen - nicht gut an.
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