Rotfuchs Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783757102326 Gebunden, 160 Seiten, 18,00
EUR
Klappentext
Adam und Zero stammen aus Ländern, die gegeneinander Krieg führen. Ihre Familien sind geflohen und leben nun in Deutschland. Adam und Zero gehen in dieselbe Schule und tragen den Krieg, der bei ihnen zu Hause tobt, auch auf dem Schulhof aus. Überhaupt wären beide lieber an der Front, Adam will zu seiner Schwester, die jetzt ein Artilleriegeschütz befehligt; und Zero will seinen Bruder suchen, der sich seit Wochen nicht gemeldet hat. Ohne es zu wissen, verstecken sich die beiden in demselben Hilfstransporter, der Richtung Front fährt. Als sie es merken, ist es zu spät, jetzt müssen sie zusammenhalten, damit sie sich nicht gegenseitig verraten.
Rezensent Oliver Jungen ist beeindruckt von Rüdiger Betrams Buch über zwei Kinder, die sich ähnlicher sind, als sie zunächst denken: Adam und Zero sind beide vierzehn, sie gehen in Deutschland zur Schule, aber ihre Heimatländer, die hier nicht näher benannt sind, führen Krieg gegeneinander und die beiden Jungen gehen jeden Tag aufeinander los, lesen wir. Beide wollen nicht länger untätig Zuhause rumsitzen, deshalb versuchen sie, heimlich zu ihren Familien an der Front zu gelangen - beide als blinde Passagiere im gleichen Transporter, wie Jungen verrät. Auch dort geht der Streit zunächst weiter, aber schnell schließen sie einen Waffenstillstand, der der Anfang einer Freundschaft ist, die für den Kritiker wahnsinnig existenziell und überzeugend erzählt wird. Für ihn werden hier die furchtbaren Dimensionen eines schrecklichen Krieges genauso klug und eindrücklich vermittelt wie die warme, liebevolle Freundschaft zwischen beiden, wozu auch die Comic-Abschnitte beitragen, die vom Zeichner Heribert Schulmeyer beigesteuert wurden. Das ist emotional, aber nicht kitschig, überzeugend für Jugendliche, ohne naiv zu sein, versichert Jungen abschließend.
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