Wladimir Kaminer, Sasa Stanisic, Aboud Saeed, Carlos Labbé, Andri Snær Magnason, Jaroslav Rudi , Georg Klein, Ann Cotten oder Monika Rinck: Das sind nur einige Namen der an diesem außergewöhnlichen Projekt beteiligten Autorinnen und Autoren. Initiiert von Thomas Böhm (Internationales Literaturfestival Berlin) und gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, schreiben sie Entwürfe für Computerspiele ohne Rücksicht darauf, ob diese Spiele heute technisch realisierbar sind oder nicht. So entstehen einerseits literarische Computerspiele als erhellende Herausforderung der Computerspiel-Welt, andererseits treten sie ein in einen Dialog mit führenden Wissenschaftlern und Programmierern und gehen den Fragen nach: Wie entstehen Computerspiele?
Nach dieser Lektüre hat Nadine Hemgesberg keine Angst mehr, dass durch epische Computerspiele die Literatur abgeschafft werden könnte (verrückter Gedanke!). Die in dem von Thomas Böhm herausgegebenen Sammelband zu Wort kommenden Autoren (Kaminer, Draesner u.a.) denken sich laut Hemgesberg denn auch spannende, lustige Spiele aus, in denen es um Reizwahrnehmung geht und sich die Kunstformen gegenseitig befruchten. Die ergänzenden Texte über den wissenschaftlichen Umgang mit und die historische Einordnung von Games bieten Hemgesberg einen Einstieg in ein aufregendes "Debattenfeld".
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