Tina Brown

Palace Papers

Die Windsors, die Macht und die Wahrheit
Cover: Palace Papers
Droemer Knaur Verlag, München 2022
ISBN 9783426278925
Gebunden, 752 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Mit 50 Abbildungen"Nie wieder" lautete der Schwur, darf so etwas passieren, als der traumatische Tod der Prinzessin von Wales die königliche Familie dazu zwang, sich neu zu erfinden. Tina Brown, Autorin einer Diana-Biografie, enthüllt in ihrem neuen Buch die wahre Geschichte der Windsors im letzten Vierteljahrhundert. "Die Palace Papers" nehmen die Leser*innen mit, nicht nur hinter die Mauern des Buckingham Palasts, sondern bieten Innenansichten der königlichen Gesellschaft und ihrer Gewohnheiten. In einer faszinierenden chronique scandaleuse erklärt die Autorin kenntnisreich und bestens informiert die stoische Standhaftigkeit der Queen, etwa wie sie mit dem Tod von Prinz Philip umging, aber auch dem ihrer Schwester Prinzessin Margaret und ihrer Mutter, der Queen Mother, und wie sie trotz aller familiären Dramen ihr 50. Krönungsjahr 2002 triumphal beging. Lesen Sie, warum Prinz Charles gegen alle Widerstände Camilla durch Heirat zu seiner "Königin" erkor und die Prinzen William und Harry, auf verschiedenen "Umlaufbahnen" unterwegs, doch noch damit ihren Frieden machten; wie die entschlossene Kate Middleton quasi zur "Retterin" der Monarchie aufstieg; und welches Erdbeben die mehr als verstörenden Anschuldigungen gegen Prinz Andrew im Zusammenhang mit Jeffrey Epsteins Mädchenhändler-Ring auslösten. Dies wird überzeugend dargestellt, ebenso wie Harrys und Meghans erstaunlicher - und in den Augen der Autorin schlecht vorbereiteter - "Rücktritt" aus der ersten Reihe der Royals. Das "Nie wieder" einzulösen, ist schwierig für eine so traditionelle Institution wie die britische Monarchie in einer sich divers orientierenden Gesellschaft und mitten im Überlebenskampf der Boulevardpresse in Zeiten der sozialen Medien. Auch die royalen Spin-doctors haben ihren Auftritt in den "Palace Papers", neben der skandalösen Abhöraffäre durch die Murdoch-Medien, die das Verhältnis von Palast und Öffentlichkeit erneut vor Gerichte brachte.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 30.06.2022

Rezensent Ijoma Mangold hat sichtlich Spaß an den Anekdoten, die Tina Brown aus den Tiefen des Buckingham Palace birgt. Zunächst hebt der Kritiker aber die akribische Recherche der britischen Journalistin hervor: Von der Kammerzofe bis zum Stallmeister habe Brown jedes Palastmitglied befragt, um auf 700 Seiten ein umfassendes Bild der britischen Royals zu zeichnen. So intelligent wie leidenschaftlich erzählt ihm Brown von der zähen Camilla, die zu Charles bei den ersten Begegnungen im Bett gesagt haben soll: "Tu so, als wäre ich ein Schaukelpferd", vom weinerlichen Charles oder von Meghan, die ein Leben für den Hashtag führt. So "boshaft", dass es ein bisschen wehtut, freut sich Mangold.

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