Mit farbigen Abbildungen. Doppelhäuser mit zwei Gesichtern, abenteuerliche Mottogärten, expressive Zaun- und Garagenkreationen: In den Einfamilienhausgebieten unserer Städte stehen Bausünden hoch im Kurs! Meist genügt ein einzelner Impuls, ein einzelner Nachbar, der ausschert und gestalterisch Neuland betritt, um ein nachhaltiges Echo in der Umgebung auszulösen und zum Motor zu werden.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 31.03.2021
Rezensentin Andrea Gerk amüsiert sich bestens, wenn sie mit diesem Bildband an den zahlreichen Bausünden entlang flaniert, die die Architekturhistorikerin Turit Fröbe gesammelt hat. Wenn die Kritikerin in Fachwerk-Optik überpinselte Plattenbauten, "Villen von der Stange", Anbauten in Krötenform und dergleichen betrachtet, versteht sie, weshalb für Fröbe eine Bausünde immer noch spannender ist, als schlechte Architektur. Und dank Fröbes geschultem Blick schaut Gerk auf den Bildern auch immer ein wenig hinter die Fassaden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.02.2021
Rezensent Matthias Alexander findet in Turit Fröbes zweitem Band über Bausünden nicht viel Neues. Wieder stellt die Architekturhistorikerin ambitionierte, aber gescheiterte Bauwerke vor, darunter "schizophrene", also sich stark unterscheidende Doppelhaushälften oder toskanische Villen in Nordrhein-Westfalen. Sich diesem Thema im Stil "ironischer Affirmation" zu nähern, findet Alexander zwar an sich originell, beim zweiten Mal aber eben nicht mehr so aufregend. Interessiert hätte ihn beispielsweise, ob die rasante Verbreitung von Häusern Neureicher mit Portikus und Dreiecksgiebel in Berlin und Frankfurt eine örtliche Tendenz abbilde oder nur auf Fröbes Reiseroute zurückzuführen sei.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Maxim Biller: Schwarze Samstage Eigentlich dachte Ari, der Ich-Erzähler von Maxim Billers neuem Roman, Ende der siebziger Jahre sei das Schlimmste vorbei gewesen: Nach ihrer Flucht aus der kommunistischen…