Isolde Sellin schlenderte am vergangenen Wochenende für ZeitOnline über die Rare-Books-Messe in Berlin, bei der Antiquare Preziosen und Raritäten ausstellten. Im Dlfspricht Joachim Scholl ausführlich mit DanielKehlmann. Fürs Literaturfeature von Dlf Kulturwirft Peter B. Schumann einen Blick darauf, wie lateinamerikanischeLiteraturen von der Diktatur erzählen.
Besprochen werden unter anderem AdaniaShiblis "Täuschung" (Standard), Carlo Reichls "Das dreiste Schweigen meines Kühlschranks" (Standard), Anna Baars "Amseln" (Standard), MaggieNelsons "The Slicks. Über SylviaPlath und TaylorSwift" (Standard), Ruth-Maria Thomas' "Die zweitgrößte Liebe" (Standard) und neue Hörbücher, darunter eine Live-Lesung von JoachimMeyerhoffs "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
"Wann immer man Gedichte von RobertaDapunt liest, hat man das Gefühl, sie wären aus einem tiefen Brunnen aufgestiegen, dessen Schacht bis an die Wurzeln der Südtiroler Dolomiten führt, aus dem sie abstammen", schwärmt Hannes Hintermeier. Für das Literarische Leben der FAZ hat er die Dichterin in ihrer Heimat besucht. Dapunts Muttersprache ist das vom Aussterben bedrohte Ladinische, sie schreibt mittlerweile aber auf Italienisch. Und sie arbeitete einige Zeit als Bäuerin: "Dadurch habe ich meine Sprache besser erfasst, denn ich lernte ganz neues Vokabular aus meiner Muttersprache kennen." So entstanden Gedichte, schreibt Hintermeier, "die sich aus der Beobachtung von Tieren, Pflanzen, Wald speisen, das Innehalten der Kühe beschreiben, wenn ein Mensch den Stall betritt. ... Gedichte, welche die Poesie des Geruchs erfassen, der in der Luft liegt, kurz bevor im Herbst der erste Schnee fällt. 'Ich kam aus dem Stall zurück und wusste, was ich schreiben wollte. Das Kreatürliche dringt in dich ein, und dadurch dringst du selbst in dich ein", beschreibt sie diesen Transformationsprozess, der die Sinneswahrnehmung in gesprochene, dann geschriebene Sprache verwandelt.'"
"Bilder und Zeiten" der FAZ dokumentiert die Eröffnungsrede des 11.internationalen literaturfestivals Odesa, die der polnische LyrikerTadeuszDabrowski beim Chill-Festival im moldauischen Chisinau gehalten hat. Dass Literatur Brücken schlägt, hält er eher für ein schiefes Bild. Er schlägt eine andere Metapher vor: "Jedes Wort ist ein Gerät, das das Nichtmenschliche ins Menschliche verwandelt. In der Regel vergessen wir jedoch, wie wertvoll diese Geräte sind und dass die Sphäre des Dunkels, aus dem sie uns geholt haben, immer noch existiert. ... Möge die Literatur nie in programmatischer Absicht eine brückenbildende Rede sein, denn dann verliert sie ihre Tiefe, ihre Authentizität, ihren Reiz. Dann pflastert sie das Geheimnis zu. Literatur ist keine Brücke, es sei denn eine Zugbrücke, die man immer zurückziehen kann, wenn die Barbaren kommen. Literatur und Poesie sind aber die Luft zum Atmen, Begegnung auf dem Hintergrund tiefster Erfahrungen unseres Selbst und des anderen. Je mehr wir uns ineinander vertiefen, desto deutlicher sehen wir, dass uns mehr verbindet als uns trennt. Dass wir ganz im Inneren unseres Wesens und der Sprache, da, wo die Wörter aufhören, im Schweigen - eins sind. Die Literatur baut an unserer Stelle oder für uns keine Brücke, aber sie kann eine Leiter sein, über die wir in den Abgrund unseres Selbst gelangen."
Bestellen Sie bei eichendorff21!Richard Kämmerlings erzählt in der WamS von seiner Begegnung mit dem US-AutorBen Lerner, der in seinem Roman "Transkription" die Figur des Thomas als HommageanAlexanderKluge angelegt hat. Der Großintellektuelle war "in den Jahren vor seinem Tod im März dieses Jahres für Lerner zu einem Freund, Mentor und poetischen Dialogpartner" geworden. "Über Kluge kann Lerner mit kongenialer Begeisterungsfähigkeit sprechen, über dessen Neigung zum Harlekinhaften, seine Mischung aus Sophistication und Albernheit, seinen Willen zur 'Wiederverzauberung der Sprache' und seine Präsenz, die die Umgebung regelrecht 'aufgeladen' habe. Vor allem sei Kluge 'ein Kanal für die Stimmen der Vergangenheit' gewesen. 'Transkription', das kurz vor Kluges Tod erschien, sei aber kein Porträt, sondern es enthalte 'ein Porträt seiner Stimme', so Lerner."
Außerdem: Der SchriftstellerGrahamSwift erinnert in "Bilder und Zeiten" an die Kriegseinsätze seines Vaters als britischer Kampfflieger. Der Schriftsteller und LiteraturwissenschaftlerJanRöhnert wiederum erinnert sich in "Bilder und Zeiten" an seinen Großvater, der Obermaschinist in einem U-Boot der Wehrmacht war. Im Literaturfeature von Dlf Kulturwidmet sich Gerd Brendel dem türkischen SchriftstellerSabahattin Ali.
Besprochen werden Shida Bazyars "Die Lücken" (taz), Christiane Solte-Gressers literaturwissenschaftliche Studie "Traum und Reparation" über Traumerzählungen von Shoah-Überlebenden (taz), Rolf G. Heinzes und Sebastian Kurtenbachs "Die Wohnkrise. Wie sie Demokratie und Zusammenhalt bedroht" (taz), Adania Shiblis "Täuschung" (WamS), Tony Tulathimuttes "Fiasko" (FAS) sowie AlexanderKluys "Der Bleistift. Eine kleine Kulturgeschichte" und HannsZischlers "Der Bleistift" (NZZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
In der Frankfurter Anthologie schreibt Frieder von Ammon über Goethes "Erwählter Fels":
"Hier gedachte still ein Liebender seiner Geliebten; Heiter sprach er zu mir: werde mir Zeuge, du Stein! Doch erhebe dich nicht, du hast noch viele Gesellen ..."
Tilman Spreckelsen schreibt in der FAZ einen Nachruf auf den RomantikforscherHartwigSchultz. Besprochen werden unter anderem PolGuaschs "Auf den Händen brennt das Paradies" (taz), Veronika Peters' "Mehr Leben als geplant" (FR), Han Kangs "Der goldene Faden" (FAZ) und Philipp Ruchs "Der Rückfall" über die Geschichte der NSDAP vor ihrer Machtübernahme (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Im großen Zeit-Gespräch spricht Stefan Willeke mit MaximBiller über dessen neuen Roman "Schwarze Samstage", der den unglaublich gewachsenen Antisemitismus seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktobers thematisiert. Dieser war ein "abgebrochenerHolocaust-Versuch", heißt es in dem Buch. "Wenn die Angreifer mehr Waffen und mehr Leute gehabt hätten, hätten sie ganz Israel ausgelöscht", führt Biller aus. "Die Nazis haben ihre Bestialität wenigstens noch versteckt, aber die Attentäter der Hamas wollten der Welt alles zeigen. ... Wann immer die Geiseln über die Marktplätze von Gaza geschleift werden, bricht die Menge, eine sehr große Menge, in kollektives orgasmisches Triumphgeschrei aus. Das war wie bei einer Meisterschaftsfeier des FC Bayern. ... Gleichzeitig hebt im freien Westen, im unfreien Süden und in den Gängen der UN-Zentrale am East River das Genozid-Gemurmel an. Wenn es nicht so eindeutig albern und widerlich wäre, würde ich darüber lachen."
Weitere Artikel: Merle Krafeld spricht für VAN ausführlich mit der SchriftstellerinHeleneBukowski, deren neuer Roman "Wer möchte nicht im Leben bleiben" von der Pianistin Christina handelt, die sich 1985 in Neubrandenburg das Leben nahm. Volker Weidermann erzählt in der Zeit von seinem Besuch beim früheren Suhrkamp-Lektor und heutigem Hermann-Hesse-Archivar VolkerMichels.
Besprochen werden unter anderem BoualemSansals "Die Legende" (FR), Michel Houellebecqs Gedichtband "Der stets verlorene Kampf" (Welt), SamuelBecketts "German Diaries" (Zeit), HansWollers Biografie über ThomasMann (SZ) und MatthiasHäusslers "Die Last der Sonne. Die Kriege der OvaHerero und Nama gegen die deutsche Kolonialherrschaft" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Besprochen werden unter anderem MaximBillers "Schwarze Samstage" (Standard), ŞeydaKurts "Zeit der Monster" (FR), Alisha Gamischs Debütroman "Parasiti" (taz), Adania Shiblis "Täuschung" (FAZ) und LucasKiesers "Simsalabim, Simon Brenner" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sollte man nochmal in UweJohnsons "Jahrestage" über eine Familie in Mecklenburg-Vorpommern vor der Kulisse des 20. Jahrhunderts lesen, rät Matthias Göritz in der FAZ. Besonders an diesem Romanzyklus ist, "wie sich diese Realien, diese Krümel von Wirklichkeit, durch das Schreiben in erfahrbare, von Fakten abgesicherte Vergangenheit verwandeln". Gerade mit Blick auf die völkische Kulturbarbarei, die die AfD sich als kulturpolitisches Ziel ins Wahlprogramm geschrieben hat, ist diese Lektüre lesenswert: "Kunst und Kultur sind stets die ersten Bereiche, die von politischen Machthabern und Möchtegernherrschern kontrolliert werden, um das Narrativ zu steuern. Das zeigt und dekonstruiert Johnson wie kein anderer. Seine Kritik wendet sich dabei nicht nur gegen das Völkische, sondern gegen jede Form des dumpfen, reaktionären und gewalttätigen Handelns in gesellschaftlichen Prozessen - seien es Kaiser, Führer, revolutionäre Rote Armeen, Generalsekretäre oder der militärisch-industrielle Komplex in der scheinbar freien Welt des Bankenkapitalismus."
Bestellen Sie bei eichendorff21!Weiteres: Martin Wittmann plauscht in der SZ mit IrvineWelsh, dessen neuer Roman "Men in Love" vor kurzem auf Deutsch erschienen ist und der sich darüber beschwert, dass "Kultur heute nicht mehr unten auf der Straße entsteht", sondern dass "Algorithmen uns von oben anweisen, wie wir uns zu verhalten haben". Im Standardplaudert Michael Wurmitzer mit AndreasRainer, der unter anderem in WienerCafés gerne Konversationssplitter von Nachbartischen notiert und diese auf Instagramveröffentlicht und in Büchern zusammenstellt. Sieglinde Geisel unterziehtTonyTulathimuttes"Fiasko. Fiktionen" dem Page-99-Test von Tell.
Besprochen werden unter anderem ShidaBazyars unter anderem für den Deutschen Buchpreis nominierter Roman "Die Lücken" (Intellectures), Michel Houellebecqs Gedichtband "Der stets verlorene Kampf" (FR), Gabriela Adamesteanus "Stimmen auf Abstand" (NZZ) und neue Sachbücher, darunter Jannik Lengelings "Verschwörungstheorien in der späten römischen Republik" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Einige Romane auf den zuletzt reihum veröffentlichten Shortlists der deutschsprachigen Buchpreise "handeln von langjährigen Paarbeziehungen", fällt Martina Läubli in der NZZ am Sonntag auf: "War das nicht gerade noch out? Schließlich werden polyamore Beziehungen immer üblicher." Konkret diskutiert Läubli Dana Vowinckels"Anton und Alma" und EliasHirschls"Schleifen" sowie die in der Schweiz vershortlisteten Romane "Hauptsache kein Zeitgeist" von Hayat Erdogan und "Unwucht" von Sarah Elena Müller. Dass diese Romane auf unterschiedliche Weise wieder von Paaren und Paar-Intimitäten erzählen, mag mit einer "tiefenVerunsicherung" zu tun haben, denkt Läubli: "Die Welt ist brüchiger, bedrohlicher geworden. Hayat Erdogans Protagonistin wird vom Erdbeben in der Osttürkei erschüttert, Dana Vowinckels Liebespaar vom Massaker der Hamas am 7. Oktober. Wenn einem in einer zerrissenen Welt noch etwas Halt gibt, dann ist es die Liebe. Sie schafft eine andere, frei gewählte Art der Zugehörigkeit. Die Figuren der erwähnten Romane finden in der Liebe nicht nur Nähe und Sex, sondern auch Heimat."
Weiteres: Julia Hubernagel resümiert in der taz das Internationale Literaturfestival Berlin mit Auftritten von unter anderem KatieKitamura und ChristianKracht. Besprochen werden unter anderem VigdisHjorths "Der gute Mensch von Sandvika" (FR), Michael Kumpfmüllers "Böse Kinder" (Standard), Eva Menasses "Alleinruhelage" (SZ), Alain Claude Sulzers "Szenenwechsel" (NZZ am Sonntag) und SvenRegeners "Frankie und Freddie" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
"Bilder und Zeiten" der FAZ dokumentiert einen Briefwechsel zwischen einer pseudonym Sheba genannten afghanischen Schriftstellerin und ihrer BerufskolleginEstherKinsky, die heute ihren 70. Geburtstag feiert (in der FAZ gratuliert Andreas Platthaus, der WDR hat ein Radiofeature über sie wieder online gestellt). Erstere macht sie mit der Tradition der paschtunischen Landay-Dichtung vertraut: "Frauen, deren Stimmen oft nicht über die Mauern ihres Hauses hinausreichen, übermitteln der Welt in diesen Kurzgedichten ihren Schmerz, ihre Hoffnungen und ihre Träume." Verfasst sind sie in einem strengen Versmaß, aber in einfacher Sprache. "Für mich ist das Schönste an diesen Kurzgedichten ihre Unverstelltheit. ... Sie klingen wie die natürliche Stimme aus den Herzen der Menschen." In ihrer Antwort wüsste Kinsky gern, "ob es auch Landays gibt, die kämpferisch sind, die herausfordern oder auf eine spezifisch weibliche Zuversicht setzen?"
Weitere Artikel: Julia Encke erzählt in der FAS von ihrer Begegnung mit der LiteraturnobelpreisträgerinHanKang. Cosima Lutz portärtiert in der WamS die SchriftstellerinGabrieleStötzer, die am 10. Oktober mit dem Goslarer Kaiserring ausgezeichnet wird. Petra Ahne resümiert in der FAZ das Internationale Literaturfestival Berlin mit Auftritten von Adania Shabli, Dave Eggers und Christian Kracht. Im Literaturfeature von Dlf Kulturporträtiert Carsten Hueck die SchriftstellerinBarbaraHonigmann. Die FAZ dokumentiert im "Literarischen Leben" NorbertGstreins Dankesrede zur Auszeichnung mit dem Siegfried-Lenz-Preis. In "Bilder und Zeiten" der FAZ liest Reto Zingg Dostojewskis "Brüder Karamasow" mit der Frage, was der Roman der heutigen Gegenwart zu sagen hat - und stellt fest: Es ist die Warnung vor Menschen, denen das Leid anderer Menschen gleichgültig geworden ist.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Besprochen werden unter anderem GabyHartels für den Dlf erstellte Hörspiel-Bearbeitung von SamuelBecketts kürzlich auf Deutsch veröffentlichten "German Diaries" (FAZ), Maxim Billers "Schwarze Samstage" (taz), Manuela Müllers Sachbuch "Die Jugend malt wieder Hakenkreuze. Von der Radikalisierung einer Generation" (taz) und MichelHouellebecqs Gedichtband "Der stets verlorene Kampf" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
In der Frankfurter Anthologie schreibt Ralph Dutli über César Vallejos "Paris, Oktober 1936":
"Von all dem bin ich der einzige, der geht, von dieser Bank geh ich, von diesen Hosen, von meiner Position, von meinen Posen ..."
Tobias Lehmkuhl resümiert für Zeit OnlineAdania Shiblis Auftitt beim Internationalen Literaturfestival Berlin, wo die Autorin aus ihrem neuen Roman "Täuschung" las. Tilman Spreckelsen (FAZ) und Willi Winkler (SZ) schreiben Nachrufe auf den LiteraturkritikerKarlCorino. Außerdem empfiehlt das SZ-Feuilletonteam Bücher, mit denen man den 11. September und dessen Folgen besser verstehen kann, darunter NicoWalkers Roman "Cherry".
Besprochen werden unter anderem ChristianBuckards "Café Babylon. Berlin, Romanisches Café 1913-1933" (FAZ, hier unsere Leseprobe), ClemensBöckmanns "Das richtige Leben des Alvaro Maderholz" (FR), SouvankhamThammavongsas "Frag nach Susan" (FR) und Jean Rolins "Joséphine" (NZZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Annekathrin Kohout glaubt in der taz nicht, dass man CarolineWahls"1999 Meter über dem Meer" mit dem bloßen "Midcult"-Stempel oder dem Urteil, es handle sich um eine Meta-Parodie davon, gerecht wird. Denn viel zu offensichtlich antizipiert die Schriftstellerin darin schon die Reaktionen sowohl ihrer Fans als auch inbesondere ihrer Anti-Fans, denen sie das vor die Füße legt, was man auf Social Media "Ragebait" nennt. Wahl "schreibt immer schon in einen antizipierten Kommentarbereich hinein. ... Es ist eine neue Art von Popliteratur, unter neuen medialen Bedingungen. Es ist Trigger-Literatur. Ihre Poetik besteht darin, die Motive weniger nur nach ihrer Bedeutung auszuwählen, sondern vor allem nach ihrem Reaktionswert. Der Anti-Fan sitzt als imaginierte Figur schon beim Schreiben mit am Tisch."
Weiteres: MaximBiller ärgert sich in der Zeit darüber, dass die Feuilletons den Regisseur OskarRoehler, der sich mittlerweile mehr aufs Schreiben von Romanen verlegt hat, nicht als den "möglicherweise besten deutschen Schriftsteller unserer Tage und Jahre" erkennen. Für die Weltporträtiert Elmar Krekeler den Regisseur LarsBecker, der mit "Es wird Steine regnen" gerade einen Science-Fiction-Thriller geschrieben hat.
Besprochen werden unter anderem ChristianBuckards "Café Babylon. Berlin, Romanisches Café 1913-1933" (NZZ, hier unsere Leseprobe), Emma Clines "In die Schweiz" (online nachgereicht aus der Welt), Shida Bazyars "Die Lücken" (Zeit), Adania Shiblis "Täuschung" (Tsp) und Markus Orths' "Die Enthusiasten" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
BuchLink: Aktuelle Leseproben.
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