Vorgeblättert

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012. Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne".
László Végel: Sühne
Aus dem Ungarischen von Lacy Kornitzer

Matthes & Seitz, Berlin 2012
192 Seiten, gebunden, Euro 17,90

Erscheint Mitte April 2012

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Klappentext: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine essayistische Erkundung Europas und macht sich auf eine melancholische Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt des klugen und kundigen Beitrags zur Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa mit den wachsenden nationalistischen Feindseligkeiten und das bittere Leben in der ungarischen Enklave Wojwodina. Durch den neu erwachten ungarischen Nationalismus setzt dort auch die späte Abrechnung mit den Kriegsverbrechen beider Seiten im Zweiten Weltkrieg ein, und sorgt für eine Atmosphäre ständiger Aggression und Explosivität. Eine verlässliche politische Orientierung gibt es nicht.

Zum Autor: László Végel, geboren 1941, lebt als Angehöriger der ungarischen Minderheit im serbischen Novi Sad. Mit Danilo Kis, Aleksandar Tisma oder Ottó Tolnai einer der großen Autoren der Wojwodina. Seinen ersten Roman veröffentlichte Végel 1967: Die "Bekenntnisse eines Zuhälters" waren, so Péter Esterházy, "ein Meilenstein für die moderne ungarische Literatur". Seitdem erschienen mehrere Romane und mit Preisen bedachte Essaybände sowie Theaterstücke. Zuletzt auf Deutsch: "Exterritoritum. Szenen vom Ende eines Jahrtausends".



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