Mit seiner Lyrik unternimmt Alexander Nitzberg nicht weniger als die Begründung eines neuen Genres: der Interstellardichtung. Ein Ich greift buchstäblich nach den Sternen, bis es sie in seinem Wahn verschluckt. Pochend, pulsierend findet es sie wieder, in einer neuen Konstellation, in sich selbst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.06.2012
Hingerissen ist Harald Hartung von Alexander Nitzbergs Gedichtband "Farbenklavier". Er attestiert dem Lyriker Witz, Sensibilität und Artistik. Die Anklänge an Gottfried Benn, die gleichsam als "Generalbass" zu hören sind, wirken auf ihn immer ein wenig ironisch gebrochen. Auch die häufigen Anspielungen auf das Metaphysische scheinen ihm nicht so ganz ernst gemeint. Die Gedichte überzeugen seines Erachtens durch ihre Leichtigkeit und ihren musikalischen Klang. Langweile kommt nach Hartung nie auf. Das Fazit des Rezensenten: Hier spielt einer "virtuos auf dem Farbenklavier".
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