Ein Roman über einen zeitgenössischen Jedermann, der aus seinem Lebenshalbschlaf aufgeschreckt wird - erzählt in so unaufgeregter wie präziser Sprache, unter deren Oberfl äche Poesie und Schrecken lauern. Als Joscha Farnbach, Angestellter einer Druckerei, den Auftrag erhält, einem säumigen Lieferanten ins Gewissen zu reden, gerät sein ruhig dahinfl ießendes Leben aus dem Tritt. Seine Flucht vor den Dämonen der Vergangenheit gerät zu einer Suche nach neuer Selbstsicherheit: Er muss sich der Tatsache stellen, dass Verluste zum Leben gehören, um zu begreifen, was er besitzt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.12.2018
Rezensent Peter Henning dreht sich ein in die Geschichte um einen Druckerei-Angestellten von Andreas Lehmann. Dass dem Text alles Laute abgeht und der Autor die Angestellten-Prosa der 70er und den "Neuen Kölner Realismus" der 60er wiederbelebt, gefällt ihm. Wie das Familientrauma der Figur langsam in den öden Arbeitsalltag und in die depressive Sprachlosigkeit der Figur einsickert, fasziniert den Rezensenten. Die ruhige, präzise Beschreibungskunst Lehmanns nimmt ihn gefangen.
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