S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2026
ISBN
9783103977448 Gebunden, 288 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Niemals hätte Marie gedacht, mit Mitte dreißig wieder am Küchentisch ihrer Eltern zu sitzen und eine Hundetagesstätte im Dorf ihrer Kindheit zu führen. Und doch ist das jetzt ihr Leben. Mitten im Sommer ist auch Magisch zurück, Magisch, der jahrelang in ihrem Bett geschlafen hat, mit dem sie das Punk-Pärchen im Ort war - den sie seit Jahren nicht gesehen, doch zugegeben immer vermisst hat. Aber da ist noch Andi, ihr Bruder und überzeugter Rechter - und für Marie der Zeitpunkt, ihm endgültig die Stirn zu bieten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.07.2026
Gerne lässt sich Rezensent Max Florian Kühlem, der die Autorin zum Gespräch getroffen hat, von der Protagonistin aus Annika Büsings neuem Roman "ungefiltert zulabern". Die Geschichte dreht sich um Marie und Paul, das ehemalige "Punk"-Pärchen der Schule eines Ortes im Ruhrgebiet, an den sie beide nach längerer Zeit wieder zurückkehren. Beide sind füreinander die Liebe ihres Lebens, verrät der Kritiker, aber Marie hat Paul damals für einen seriöseren, etwas langweiligen Typen verlassen, lesen wir. Nun flammt die alte Liebe wieder auf, da gönnt sich Büsing auch mal die ein oder andere pathetische Formulierung, verrät Kühlem, aber es spielen auch noch politisch-soziale Dimensionen eine Rolle im Roman: Maries Bruder Andi ist ein überzeugter Rechter und Marie ist "irgendwie links", trotzdem haben die beiden eine Verbindung, reden miteinander und versuchen sich gegenseitig zu verstehen. Dem Kritiker gefällt, dass Büsing keine Klischees bedient, sondern das "Ungefähre" zulässt und für Dialog plädiert auch mit extremen Positionen. Kühlem scheint das Buch mit Gewinn gelesen zu haben.
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