Aus dem Englischen von Brigitte Heinrich. Sie war Supermodel und Titelgesicht der Vogue, Geliebte von Man Ray und Muse der Surrealisten, sie war eine begnadete Fotografin, und ihre Bilder von der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Dachau sowie ihr Selbstporträt in Hitlers Badewanne gingen um die Welt - Lee Miller (1907-1977) hatte viele Leben. Beruflich wie privat ging sie von Anfang an ihren eigenen Weg und scherte sich nicht um Konventionen.
Rezensent Klaus Bittermann taucht mit dieser Biografie ein in das bewegte Leben der Kriegsreporterin Lee Miller. Der Kritiker genießt die Leichtigkeit dieses Porträts, das Millers Sohn Antony Penrose verfasst hat und das im Original schon 1985 in England erschienen ist. Mit "großer Zuneigung" erzähle Penrose dem Leser, wie sich Lee Miller zunächst als Model etablierte, später zur Inspiration Man Rays wurde, von dem sie auch das Fotografieren lernte. Das problematische Verhältnis, das Penrose zu seiner Mutter hatte, deren Kriegsreportagen aus dem Zweiten Weltkrieg weltberühmt wurden, lässt er in seinen Betrachtungen außen vor, so der Kritiker. Ohne sie zu mystifizieren, zeichnet Penrose dem Kritiker das Bild einer freiheitsliebenden, selbstbewussten Frau, die dieser nur bewundern kann.
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