Lebende Pflanzen als Medium in der zeitgenössischen Kunst sind das Thema dieser Dokumentation über das Projekt `Künstlergärten Weimar` - mit über 60 internationalen Künstlern und ihren Arbeiten, die seit 1995 in der Klassikerstadt heranwachsen.
In ihrer Rezension berichtet Susanne Altmann zunächst ausführlich über ihre eigenen Eindrücke zur Gartenkunst, die sie einem Besuch der Villa Haar in Weimar verdankt, wo die Herausgeberin des Buchs als Professorin für Neue Kunst tätig ist. Bei der anschließenden Besprechung des Bandes weist die Rezensentin zunächst darauf hin, dass hier 70 Künstler, die sich der Gartenkunst verschrieben haben "in Wort und Bild" vorgestellt werden. Dabei stellt die Rezensentin eine Gemeinsamkeit der Künstler fest, die sich ihrer Ansicht nach mit "einem gewissen romantischen Unbehagen an der Zivilisation" beschreiben lässt. Als Beispiel dafür nennt sie u. a. Mark Dions "mobile Version des tropischen Regenwaldes" oder Mel Chins "Bodenreinigung durch Schwermetalle speichernde Pflanzen". Altmann sieht ihre These, dass die "kritischen Ansätze" in erster Linie von Künstlern aus den USA kommen, in diesem Band bestätigt, allerdings bleiben hier auch europäische Künstler nicht unberücksichtigt, wie sie feststellt. Bedauerlich findet sie lediglich, dass in dem Essay von Peter Herbstreuth der "Einfluss fernöstlicher Gartenkunst (...) ausgeblendet" wird.
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