Aus dem Französischen von Claudia Sandberg. Ein kleiner Junge sieht jeden Tag auf seinem Schulweg einen Mann in einer dunklen Ecke sitzen, weit ab vom lebendigen Treiben. Er ist fasziniert von diesem riesigen Kerl, den er sich als den König eines fernen und fremden Landes vorstellt. Sein Vater sagt aber, dass er ein Stadtstreicher sei. Für den Jungen entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.11.2016
Karin Gruß nähert sich mit Barroux und seiner Geschichte des obdachlosen Ahmed auf sanfte Weise den Themen Armut und Integration. Jungen und älteren Lesern empfiehlt sie das Buch, in dem der Autor aus Kindersicht auf jene Namenlosen am Rand der Gesellschaft schauen lässt, jene wie Ahmed, der 2006 in Paris erfror und dem Barroux nun Achtung und Haltung zurückgibt, Gelassenheit und Schönheit, wie die Rezensentin schreibt. Wie Barroux mit warmen, lichten Farben eine zauberische Gegenwelt zum Alltag des Obdachlosen entwirft und der Idee des Kindes von einer gerechten Welt damit näherkommt, hat Gruß beeindruckt. Die Erfahrungen des Autors als Reisender zwischen den Kulturen kommen dem Buch laut Rezensentin zugute, ebenso Barroux' experimenteller Umgang mit Maltechniken und sein gerader Erzählton, der ohne Pädagogik auskommt, wie Gruß erklärt.
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…