Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini. Pobby und Dingan leben in einem kleinen Ort mitten in Australien. Sie sind die besten Freunde der kleinen Kellyanne Williamson, und außer ihr kann sie auch niemand sehen. Die beiden existieren nämlich nur in ihrer Phantasie. Als Pobby und Dingan eines Tages verschwinden, macht sich das ganze Dorf auf eine scheinbar aussichtslose Suche...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.04.2001
Für Hilde Elisabeth Menzel ist dieses Buch ohne Einschränkung eine "Entdeckung" - und zwar nicht nur wegen seiner ansprechenden Aufmachung, sondern vor allem wegen seiner "Poesie und atmosphärischer Dichte". Menzel erläutert, dass Pobby und Dingan nur in der Fantasie der schwer kranken Kellyanne existieren - zunächst jedenfalls. Denn als Pobby und Dingan verschwinden und das ganze Dorf nach ihnen sucht, beginnt auch ihr Bruder Ashmol, an die Existenz der beiden zu glauben. Dies ist sehr wichtig für das Verständnis der Geschichte, findet Menzel, denn als Kellyanne schließlich stirbt, habe Ashmol daraus gelernt, dass "auch Unsichtbares ganz real sein kann" - wodurch seine Schwester für ihn auch nach ihrem Tod lebendig bleibt. Menzel zeigt sich begeistert von dieser gefühlvollen Geschichte, die dennoch nie "sentimental" werde und eine "große Botschaft" in sich berge.
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