"Der Anfang ist vollkommen." So beginnt Bernhard Kellers Tagebuch des ersten Jahres mit Kind. Voller Staunen, Humor und Demut nähert er sich dem Baby, "diesem kleinsten und unauffälligsten aller Meister", und in seinen ganz persönlichen täglichen Aufzeichnungen scheint ein allgemeines Wunder auf: Die Begegnung eines neuen Lebens mit der Welt. Für die Freude, die Erkenntnisse und Zweifel, die sich daraus - nicht nur für Eltern - ergeben, hat Keller eine Sprache gefunden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.06.2016
Bernhard Kellers hagiografische Beschäftigung mit seinem Baby ist für den Rezensenten Oliver Jungen eine Offenbarung. Sonst sind Elternbücher eher nicht seine Sache, doch dieses als E-Book veröffentlichte findet er ehrlich, klug und und sogar poetisch in seiner Analyse der durch die Geburt eines Kindes eintretenden Veränderungen im Erwachsenendasein. Den Glauben an die Welt und den "unklugen" Blick findet der Autor wieder im sinnfreien Gebrabbel des Kindes, seinem stoischen, uneitlen Sein. Und der Rezensent mit ihm.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr…